Morozoff: Q1-Betriebsergebnis fällt um 35 % auf ¥272 Mio. trotz stabilem Umsatz

Der in Kobe ansässige Süßwarenhersteller meldete für das erste Quartal (Feb–Apr 2026) einen Umsatz von ¥9.152 Mio. (+1,7 %), aber einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 35,3 % auf ¥272 Mio., mit einem um 30,7 % auf ¥183 Mio. gesunkenen Nettogewinn und einem EPS von ¥9,12; die Jahresprognose und eine Dividende von ¥16 wurden beibehalten.

Schokoladenkonfekt — Morozoff ist ein traditionsreicher Süßwarenhersteller aus Kobe Morozoff Limited · Tokioter Börse

Morozoff Limited (TSE: 2217), der traditionsreiche Süßwarenhersteller aus Kobe, veröffentlichte am 9. Juni 2026 die Ergebnisse des ersten Quartals für die drei Monate vom 1. Februar bis 30. April 2026 — das Auftaktquartal seines Geschäftsjahres bis Januar 2027. Der konsolidierte Umsatz legte um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr auf ¥9.152 Mio. zu, doch die Profitabilität schwächte sich deutlich ab: Das Betriebsergebnis fiel um 35,3 % auf ¥272 Mio., das ordentliche Ergebnis sank um 35,0 % auf ¥280 Mio. und der den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Nettogewinn ging um 30,7 % auf ¥183 Mio. zurück, von ¥264 Mio. im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie fiel von ¥13,06 auf ¥9,12.

Morozoff ist vor allem als Pionier der Valentinstags-Schokolade in Japan sowie für seinen Pudding, seine Backwaren und seine Geschenkkonfekte bekannt, die über Kaufhäuser und das eigene Einzelhandelsnetz vertrieben werden. Das erste Quartal umfasst den saisonal wichtigen Valentinstag, sodass der steile Gewinnrückgang bei weitgehend unveränderten Umsätzen auf Kostendruck hindeutet — vor allem höhere Rohstoff- und Betriebskosten —, der die Margen während des umsatzstärksten Verkaufsfensters des Konzerns schmälerte.

Umsatz hält, doch Margen schrumpfen durch höhere Kosten

Die Kombination aus einem moderaten Umsatzanstieg und einem Rückgang des Betriebsergebnisses um mehr als ein Drittel zeigt, dass die steigenden Inputkosten die Preise im Quartal übertrafen. Da sich die operative Marge von etwa 4,7 % im Vorjahr auf rund 3,0 % des Umsatzes verengte, unterstreicht das Ergebnis den Kostendruck, dem Süßwarenhersteller ausgesetzt sind, die auf Kakao, Milchprodukte und andere importierte Zutaten angewiesen sind, deren Preise erhöht geblieben sind. Die nahezu identischen Rückgänge beim ordentlichen und beim Nettogewinn deuten darauf hin, dass sich der Druck auf der operativen Ebene und nicht bei Finanzierungs- oder Einmalposten konzentrierte.

Bilanz bleibt stark; Prognose und Dividende unverändert

Die Bilanz von Morozoff blieb robust, mit Gesamtaktiva von ¥28.516 Mio., einem Nettovermögen von ¥19.889 Mio. und einer hohen Eigenkapitalquote von 69,7 %, womit das Unternehmen trotz des schwächeren Quartals konservativ finanziert bleibt. Das Management ließ die Jahresprognose für das Geschäftsjahr bis Januar 2027 unverändert und stellt einen Umsatz von ¥36.820 Mio. (+1,5 %), ein Betriebsergebnis von ¥1.310 Mio. (+3,6 %), ein ordentliches Ergebnis von ¥1.350 Mio. (+5,0 %) und einen Nettogewinn von ¥770 Mio. (+19,8 %) in Aussicht, entsprechend einem EPS von ¥38,37. Auch die Jahresdividendenprognose wurde bei ¥16,00 je Aktie (¥6 Zwischendividende + ¥10 Schlussdividende) beibehalten, ein Zeichen für das Vertrauen des Managements, dass die Jahresziele trotz des schwachen Starts erreichbar bleiben.

Morozoff — Wichtige Finanzkennzahlen Q1 GJ1/2027 (J-GAAP, konsolidiert)
KennzahlQ1 GJ1/2027Q1 GJ1/2026ggü. Vorjahr
Umsatz (Mio. ¥)9.1528.998+1,7 %
Betriebsergebnis (Mio. ¥)272421−35,3 %
Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥)280431−35,0 %
Nettogewinn (Mio. ¥)183264−30,7 %
EPS (¥)9,1213,06−30,2 %
Bilanzsumme (Mio. ¥)28.516
Nettovermögen (Mio. ¥)19.889
Eigenkapitalquote69,7 %
Jahresdividendenprognose (¥)16,00
Jahresprognose — Umsatz (Mio. ¥)36.820+1,5 %
Jahresprognose — Betriebsergebnis (Mio. ¥)1.310+3,6 %
Jahresprognose — Nettogewinn (Mio. ¥)770+19,8 %

JapanStockPulse stellt ausschließlich informative Inhalte bereit und stellt keine Anlageberatung dar. Die Zahlen stammen aus dem veröffentlichten Ergebnisbericht des Unternehmens und können nachträglichen Revisionen unterliegen.