Asahi Group Holdings, Ltd. (TSE: 2502), die in Tokio ansässige Brauerei- und Getränkegruppe mit Marken wie Asahi Super Dry, Peroni Nastro Azzurro, Pilsner Urquell und Schweppes, legte Ergebnisse für das am 31. Dezember 2025 abgeschlossene Geschäftsjahr nach IFRS vor. Der Umsatz sank um 1,5% auf ¥2.894,7 Mrd., der Geschäftsgewinn — die vom Konzern bevorzugte Kennzahl für die operative Grundleistung — sank um 7,8% auf ¥263,0 Mrd., der Betriebsgewinn sank um 30,9% auf ¥185,9 Mrd. und der den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbare Nettogewinn sank um 36,7% auf ¥121,6 Mrd.. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug ¥81,29 nach ¥126,66.
Cyberangriff stört das vierte Quartal
Die Ergebnisse wurden von einem Cyberangriff am 29. September 2025 geprägt, der Bestell-, Versand- und andere Systeme in Japan stoppte und die Produktversorgung einschränkte. Das Unternehmen erklärte, die Störung habe zu einem starken Rückgang von Umsatz und Gewinn im vierten Quartal geführt und es gezwungen, die Ergebnisveröffentlichung zu verschieben. Das Management betonte, dass die Auswirkung auf die in Japan verwalteten Systeme beschränkt war; die Geschäfte in Europa und Asien-Pazifik waren nicht betroffen. Der bereinigte, den Eigentümern zurechenbare Gewinn — der Einmaleffekte wie Portfolioumbau und Wertminderungen ausklammert — sank um 19,6% auf ¥147,0 Mrd., ein geringerer Rückgang als beim ausgewiesenen Gewinn. Das Vorsteuerergebnis fiel um 32,9% auf ¥179,3 Mrd., belastet durch ¥82,5 Mrd. sonstige betriebliche Aufwendungen einschließlich Wertminderungen.
Europa wächst, Japan gibt nach
Nach Segmenten fiel der Umsatz in Japan & Ostasien um 3,7% auf ¥1.327,2 Mrd. und der Geschäftsgewinn sank um 16,1% auf ¥111,6 Mrd., belastet durch den Systemausfall, steigende Rohstoffkosten und den Ausstieg aus dem Restaurantgeschäft. Europa war der Lichtblick: Der Umsatz stieg um 0,7% auf ¥768,2 Mrd. und der Geschäftsgewinn kletterte um 8,1% auf ¥113,1 Mrd., getragen von Premium-Bieren und höheren Stückpreisen, wobei Marken wie Pilsner Urquell, Peroni und Asahi Super Dry zulegten. Der Umsatz in Asien-Pazifik stieg leicht um 0,1% auf ¥783,2 Mrd., während der Geschäftsgewinn um 1,4% auf ¥107,5 Mrd. nachgab, wegen höherer Logistik- und Personalkosten sowie Währungseffekten. Auf währungsbereinigter Basis sank der Konzernumsatz um 1,4% und der Geschäftsgewinn um 7,8%.
Bilanz, Cashflow und Dividende
Die Bilanzsumme stieg auf ¥6.028,4 Mrd. von ¥5.403,4 Mrd., getragen von der Währungsumrechnung von Geschäfts- und Firmenwert sowie immateriellen Vermögenswerten, während die Quote des den Eigentümern zurechenbaren Eigenkapitals auf 49,8% stieg. Der operative Cashflow fiel deutlich auf ¥104,8 Mrd. von ¥403,7 Mrd. Asahi erhöhte seine Jahresdividende um ¥3 auf ¥52,00 je Aktie (¥26 Zwischendividende plus ¥26 Schlussdividende), für eine konsolidierte Ausschüttungsquote von 64,0%.
Ausblick: zweistelliges Wachstum für 2026 erwartet
Für das im Dezember 2026 endende Geschäftsjahr erwartet Asahi einen Umsatz von ¥3.220,0 Mrd. (+11,2%), einen Geschäftsgewinn von ¥291,0 Mrd. (+10,6%), einen Betriebsgewinn von ¥297,0 Mrd. (+59,8%) und einen den Eigentümern zurechenbaren Nettogewinn von ¥194,0 Mrd. (+59,6%), was ein EPS von ¥129,71 impliziert. Der bereinigte Gewinn soll um 14,3% auf ¥168,0 Mrd. steigen. Das Unternehmen plant, die Jahresdividende um weitere ¥5 auf ¥57,00 anzuheben, und erklärte, es setze nach dem Cyberangriff Maßnahmen zur Wiederholungsvermeidung um, mit kontinuierlicher Überwachung und verbesserter Widerstandsfähigkeit.
| Kennzahl | FY12/25 | FY12/24 | Veränderung ggü. Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Umsatz (¥ Mrd.) | 2.894,7 | 2.939,4 | −1,5% |
| Geschäftsgewinn (¥ Mrd.) | 263,0 | 285,1 | −7,8% |
| Betriebsgewinn (¥ Mrd.) | 185,9 | 269,1 | −30,9% |
| Den Eigentümern zurechenbarer Nettogewinn (¥ Mrd.) | 121,6 | 192,1 | −36,7% |
| EPS (¥) | 81,29 | 126,66 | −35,8% |
| Eigenkapitalquote | 49,8% | 49,4% | +0,4pp |
| Dividende (¥, GJ) | 52,00 | 49,00 | +6,1% |
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