Die Village Vanguard Corporation (TSE: 2769) — die auf dem Konzept eines „aufregenden Buchladens" aufgebaute Spezialkette, die Bücher, Subkultur-Artikel, Variety-/Sortimentswaren und Bekleidung mischt — meldete konsolidierte Ergebnisse für das Gesamtjahr zum 31. Mai 2026 (FY2026/5) nach japanischer Rechnungslegung. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um 6,4% auf ¥23.353 Mio. von ¥24.962 Mio., doch alle Gewinnpositionen drehten dramatisch zurück in die schwarzen Zahlen. Der Betriebsgewinn betrug ¥919 Mio. gegenüber einem Betriebsverlust von ¥935 Mio. im Vorjahr, der ordentliche Gewinn ¥858 Mio. gegenüber einem Verlust von ¥995 Mio., und der den Eigentümern der Muttergesellschaft zurechenbare Nettogewinn erreichte ¥736 Mio. — eine auffällige Umkehr vom Nettoverlust von ¥4.247 Mio. des Vorjahres. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei ¥78,61 (von −¥556,98) und das verwässerte EPS bei ¥73,41.
Restrukturierung baut die Marge wieder auf
Die Wende wurde von Restrukturierung und Kostenkontrolle getragen, nicht von Umsatzwachstum. Selbst bei schrumpfendem Umsatz drehte die operative Marge auf 3,9% von −3,7% im Vorjahr — eine Erholung von mehr als 7 Prozentpunkten —, da das Unternehmen verlustbringende Filialen abstieß, Kostenpositionen straffte und sein Sortiment neu ausrichtete. Der hohe Nettoverlust des Vorjahres war durch Einmalbelastungen im Zusammenhang mit derselben Restrukturierung belastet gewesen, sodass das FY2026/5-Ergebnis sowohl die operative Verbesserung als auch das Fehlen dieser außerordentlichen Belastungen widerspiegelt. Die Eigenkapitalrendite (ROE) erholte sich auf 33,2% von −105,3% ein Jahr zuvor.
Bilanz stärkt sich; Cashflow wird positiv
Die Bilanzsumme wuchs auf ¥18.927 Mio. von ¥17.399 Mio., während das Eigenkapital auf ¥2.589 Mio. von ¥1.872 Mio. stieg und die Eigenkapitalquote auf 13,6% von 10,7% anhob. Der Buchwert je Aktie lag bei ¥106,83. Der Cashflow verbesserte sich deutlich: Die betriebliche Tätigkeit erwirtschaftete ¥2.044 Mio., die Investitionstätigkeit verbrauchte ¥260 Mio. und die Finanzierungstätigkeit lieferte ¥1.000 Mio., womit die Zahlungsmittel und Äquivalente zum Periodenende bei ¥4.868 Mio. lagen. Das Gesamtergebnis betrug ¥717 Mio. und kehrte einen Verlust von ¥4.226 Mio. des Vorjahres um.
Keine Dividende; Rückstände auf Vorzugsaktien laufen auf
Village Vanguard erklärte keine Dividende auf Stammaktien für das FY2026/5 und prognostiziert erneut eine Dividende von ¥0 für das FY2027/5, da es der finanziellen Sanierung Vorrang einräumt. Das Unternehmen legte zudem offen, dass seine Vorzugsaktien der Klasse A (1.500 ausstehende Aktien) kumulative nicht gezahlte Dividenden tragen, deren aufgelaufener Gesamtbetrag zum 31. Mai 2026 ¥240 Mio. erreichte.
FY2027/5-Prognose sieht deutlichen Gewinnrückgang
Das Management prognostiziert für das FY2027/5 einen weiteren Rückgang sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Der Umsatz wird auf ¥21.881 Mio. (−6,3%) veranschlagt, mit einem Betriebsgewinn von ¥504 Mio. (−45,1%), einem ordentlichen Gewinn von ¥319 Mio. (−62,8%) und einem Nettogewinn von ¥126 Mio. (−82,8%), was ein EPS von ¥0,84 impliziert. Die Prognose signalisiert, dass die FY2026/5-Erholung — begünstigt durch den Wegfall der Restrukturierungsbelastungen des Vorjahres — eine Erholungsbasis und keine neue Normalisierung ist, wobei der anhaltende Umsatzrückgang das Ergebnis weiter belastet.
| Kennzahl | FY2026/5 | FY2025/5 | Veränderung ggü. Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Umsatz (¥ Mio.) | 23.353 | 24.962 | -6,4% |
| Betriebsgewinn (¥ Mio.) | 919 | -935 | Rückkehr in Gewinnzone |
| Ordentlicher Gewinn (¥ Mio.) | 858 | -995 | Rückkehr in Gewinnzone |
| Den Eigentümern zurechenbarer Nettogewinn (¥ Mio.) | 736 | -4.247 | Rückkehr in Gewinnzone |
| Unverwässertes EPS (¥) | 78,61 | -556,98 | Rückkehr in Gewinnzone |
| Operative Marge | 3,9% | -3,7% | +7,6pp |
| ROE | 33,2% | -105,3% | Rückkehr in Gewinnzone |
| Eigenkapitalquote | 13,6% | 10,7% | +2,9pp |
| Jahresdividende (¥) | 0,00 | 0,00 | — |
| FY2027/5-Nettogewinnprognose (¥ Mio.) | 126 | 736 | -82,8% |
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