Ein erstes Quartal ohne Vergleichsbasis
Die FUJI UNITED HOLDINGS COMPANY, LTD. (TSE: 416A), die an der Tokioter Börse notierte Holding einer Gruppe, die Heizöl und andere Mineralölprodukte verkauft und auf Hokkaido Geschäfte in den Bereichen Recycling, Haushaltsbrennstoffe und Gerätevermietung betreibt, veröffentlichte am 7. August 2026 ihre Konzernzahlen für das erste Quartal des GJ3/2027 vom 1. April bis 30. Juni 2026 nach japanischer Rechnungslegung. Der Umsatz betrug 18.008 Mio. Yen, das operative Ergebnis 1.052 Mio. Yen, das ordentliche Ergebnis 1.040 Mio. Yen und der den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbare Nettogewinn 672 Mio. Yen bzw. 101,84 Yen je Aktie. Der Quartalsabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Das Unternehmen wurde am 1. Oktober 2025 durch eine alleinige Aktienübertragung als 100-prozentige Muttergesellschaft der Fuji Kosan Company, Ltd. gegründet und gibt an, dass sein Konsolidierungskreis im Wesentlichen dem der Fuji Kosan vor der Übertragung entspricht. Da es die Holding ein Jahr zuvor noch nicht gab, weist der Bericht für das Quartal weder Vorjahreszahlen noch Veränderungsraten aus. Der erläuternde Teil vergleicht einzelne Posten mit den Konzernzahlen der Fuji Kosan für das erste Quartal des GJ3/2026, nennt diese Zahlen jedoch nicht; daher wird hier kein Vorjahresvergleich angestellt.
Rohmarge 12,9%, operative Marge 5,8%
Die Umsatzkosten beliefen sich auf 15.692 Mio. Yen, was einen Rohertrag von 2.316 Mio. Yen und eine Rohmarge von 12,9% ergab. Vertriebs- und Verwaltungskosten beanspruchten 1.263 Mio. Yen bzw. 7,0% des Umsatzes, sodass das operative Ergebnis bei 1.052 Mio. Yen und die Marge bei 5,8% lag. Die Abschreibungen des Quartals betrugen 266 Mio. Yen, die Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert 18 Mio. Yen; eine Kapitalflussrechnung wurde für das Quartal nicht erstellt.
Unterhalb der operativen Ebene waren die Beträge gering. Nicht operative Erträge von 40 Mio. Yen, vor allem 21 Mio. Yen Entgelte für im Auftrag erbrachte Dienstleistungen und 12 Mio. Yen Mieterträge aus Sachanlagen, wurden von 53 Mio. Yen nicht operativen Aufwendungen mehr als ausgeglichen, darunter 20 Mio. Yen Kosten für diese Dienstleistungen, 12 Mio. Yen Zinsen und 11 Mio. Yen Mietaufwand; das ordentliche Ergebnis lag damit bei 1.040 Mio. Yen. Außerordentlich fiel lediglich ein Gewinn von 1 Mio. Yen aus dem Verkauf von Anlagevermögen an. Auf das Vorsteuerergebnis von 1.041 Mio. Yen entfielen Ertragsteuern von 369 Mio. Yen, eine effektive Quote von rund 35,4%, womit ein Nettogewinn von 672 Mio. Yen blieb. Das Gesamtergebnis betrug 676 Mio. Yen, einschließlich eines Bewertungsgewinns auf Wertpapiere von 4 Mio. Yen.
Mineralöl lieferte neun Zehntel des Umsatzes
Nach dem im Mai veröffentlichten Mittelfristplan 2026–2028 gliedert die Gruppe ihre Geschäfte in drei Bereiche: Grün, Energie und Infrastruktur. Das Segment Mineralöl, das den Energiebereich allein bildet, erzielte einen Außenumsatz von 16.245 Mio. Yen, 90,2% des Konzerns, und ein Segmentergebnis von 941 Mio. Yen, 83,3% der 1.130 Mio. Yen, die die fünf Segmente vor 77 Mio. Yen nicht zugeordneter Konzernkosten erwirtschafteten. Laut Unternehmen ließen die Spannungen im Nahen Osten um den Iran die Preise für Rohöl und Mineralölprodukte stark schwanken und trieben die Marktpreise nach oben; ab Juni beruhigten sie sich allmählich, blieben aber instabil. Die Gruppe verkaufte über Direktlieferungen von Heizöl, Kleinmengenlieferungen und Tankstellen und konzentrierte sich nach eigenen Angaben auf eine stabile Versorgung, angemessene Preise, gesicherte Beschaffung und effizientere Auslieferung. Das Segment schnitt besser ab als geplant. Konzernweit entfielen 14.613 Mio. Yen des Umsatzes auf Heizöl, davon 14.234 Mio. Yen im Segment Mineralöl.
Das Segment Vermietung, das den Infrastrukturbereich bildet und in Zentral-Hokkaido angesiedelt ist, erzielte einen Umsatz von 593 Mio. Yen, von dem 414 Mio. Yen als sonstige Erlöse und nicht als Erlöse aus Verträgen mit Kunden ausgewiesen werden, sowie ein Segmentergebnis von 69 Mio. Yen, ebenfalls über Plan. Das Unternehmen berichtet, dass das Auftragsvolumen öffentlicher Bauarbeiten auf Hokkaido von April bis Juni um 7,1% und im Bezirk Ishikari, seinem Kerngebiet, um 6,4% über dem Vorjahr lag, der Anstieg jedoch großteils auf Arbeiten im Zusammenhang mit dem Hokkaido-Shinkansen zurückging, während das Wachstum der Ausgaben von Staat, Präfektur und Kommunen nachließ; es konzentrierte seinen Vertrieb daher auf Bauunternehmen mit privaten Aufträgen.
Grüner Bereich: zwei Segmente über Plan, eines weiter im Minus
Das Segment Recycling, das auf ganz Hokkaido tätig ist, erzielte einen Umsatz von 467 Mio. Yen und ein Segmentergebnis von 85 Mio. Yen, über Plan. Das Unternehmen verweist auf einen großen Auftrag zur Bekämpfung eines Ölaustritts im Umweltrecycling sowie auf höhere Verkaufspreise für aufbereitetes Schweröl und für Eisen- und Nichteisenschrott im Rohstoffrecycling. Haushaltsenergie, das in Zentral-Hokkaido Flüssiggas, Kerosin und andere Haushaltsbrennstoffe im Einzelhandel verkauft, erzielte einen Umsatz von 526 Mio. Yen und ein Segmentergebnis von 49 Mio. Yen, ebenfalls über Plan, was das Unternehmen auf Kostensenkungen zurückführt. Es beschreibt ein schwieriges Umfeld: Die Energiepreise stiegen wegen der Spannungen im Nahen Osten und des schwachen Yen sprunghaft, Lebensmittel und Dienstleistungen verteuerten sich weiter, und die Haushalte blieben sparsam. Nach eigenen Angaben gewann es neue Kunden, vor allem in Einfamilienhäusern, und trieb neue Geschäfte wie grüne Produkte und Renovierungen voran.
Umweltenergie, in diesem Quartal ohne weitere Änderung von Erneuerbare Energie umbenannt, erzielte einen Umsatz von 175 Mio. Yen und einen Segmentverlust von 16 Mio. Yen, schlechter als geplant; die Absatzmenge verfehlte den Plan, weil die tatsächliche Nachfrage nicht wie erwartet wuchs. Dennoch gibt das Unternehmen an, die Menge sei gegenüber dem Vorjahr um mehr als 140% gestiegen und der Verlust kleiner als ein Jahr zuvor gewesen, ohne Vorjahreszahlen zu nennen. Das Segment verkauft Biokraftstoffe, die das Unternehmen als in bestehenden Verbrennungsmotoren direkt einsetzbare Drop-in-Kraftstoffe beschreibt, aus Altschmierstoffen und anderen Abfällen aufbereitetes Schweröl sowie CO₂-kompensierten Kraftstoff; es stellte im Mai auf einer Umweltmesse im Tokyo Big Sight aus und will ab dem zweiten Quartal eine Service-Website starten. Zusammen steuerten die drei Segmente des grünen Bereichs 1.168 Mio. Yen Umsatz und 118 Mio. Yen Segmentergebnis bei. Im April begannen zudem zwei Konzerngesellschaften, darunter Fuji Kosan, mit der praktischen Umsetzung eines Kreislaufmodells, das gebrauchten Toner und Nebenprodukte des Lebensmittelrecyclings in der Straßeninfrastruktur verwertet; dafür wurde ein Patent angemeldet.
Mehr Liquidität nach der Dividende
Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Geschäftsjahresende im März um 794 Mio. Yen auf 23.147 Mio. Yen. Kassenbestand und Bankguthaben nahmen um 701 Mio. Yen auf 5.774 Mio. Yen zu, das Anlagevermögen um 412 Mio. Yen auf 8.888 Mio. Yen, während Wechsel- und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte um 532 Mio. Yen auf 7.241 Mio. Yen sanken; Handelswaren und Fertigerzeugnisse stiegen von 582 Mio. Yen auf 787 Mio. Yen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 322 Mio. Yen auf 12.895 Mio. Yen, vor allem durch ein Plus von 222 Mio. Yen bei Wechsel- und Lieferantenverbindlichkeiten auf 6.808 Mio. Yen und von 114 Mio. Yen bei Leasingverbindlichkeiten. Kredite und Anleihen summierten sich auf 2.464 Mio. Yen, deutlich weniger als die liquiden Mittel. Das Eigenkapital stieg um 471 Mio. Yen auf 10.251 Mio. Yen, da der Nettogewinn von 672 Mio. Yen die gezahlten Dividenden von 204 Mio. Yen überwog, und die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 44,3% von 43,8%.
Ein korrigiertes Halbjahr und ein Jahresziel, das das Quartal schon übertroffen hat
Zusammen mit den Zahlen korrigierte das Unternehmen seine am 15. Mai 2026 veröffentlichte Halbjahresprognose, nachdem es einen Fehler bei der Aggregation der zugrunde gelegten Konzernzahlen festgestellt hatte. Die Umsatzprognose für die sechs Monate bis zum 30. September 2026 bleibt bei 34.000 Mio. Yen, doch die Prognose für das operative und das ordentliche Ergebnis steigt auf 420 Mio. Yen von 300 Mio. Yen (+40,0%) und die für den Nettogewinn auf 250 Mio. Yen von 150 Mio. Yen (+66,7%), bzw. 37,88 Yen je Aktie nach 22,72 Yen. Die Jahresprognose bleibt unverändert: Umsatz von 80.000 Mio. Yen (+6,6%), operatives Ergebnis von 1.000 Mio. Yen (−15,5%), ordentliches Ergebnis von 950 Mio. Yen (−20,0%) und Nettogewinn von 600 Mio. Yen (−17,4%) bzw. 90,92 Yen je Aktie. Das Unternehmen hält nach eigenen Angaben für beide Zeiträume am ursprünglichen Plan fest, weil die Unsicherheit, unter anderem durch die Lage im Nahen Osten, anhält, und will eine etwa nötige Anhebung umgehend bekanntgeben.
Gemessen am ersten Quartal lässt die Prognose für den Rest des Jahres nichts übrig. Das operative Ergebnis von 1.052 Mio. Yen entspricht bereits 105% des Jahresziels und dem Zweieinhalbfachen des Halbjahreswerts; die Prognosen implizieren damit einen operativen Verlust von rund 632 Mio. Yen im Quartal Juli bis September und einen kleinen Verlust über die verbleibenden neun Monate insgesamt. Auch der Nettogewinn von 672 Mio. Yen liegt über den Zielen von 250 Mio. Yen für das Halbjahr und 600 Mio. Yen für das Gesamtjahr. Der Umsatz erreicht dagegen erst 22,5% des Jahreswerts. Der Bericht schlüsselt die Prognose nicht nach Quartalen auf und nennt über die erwähnte Unsicherheit hinaus keinen Grund, warum das Ergebnis zurückgehen sollte.
Für das GJ3/2026 zahlte das Unternehmen eine Schlussdividende von 31,00 Yen je Aktie, die einzige für dieses Jahr ausgewiesene Zahlung, da es erst im Laufe des Jahres gegründet wurde. Für das GJ3/2027 plant es 31,00 Yen als Zwischen- und 31,00 Yen als Schlussdividende, insgesamt 62,00 Yen, unverändert gegenüber der vorherigen Prognose und gleichbedeutend mit 68,2% des prognostizierten Ergebnisses je Aktie. Zum 30. Juni 2026 waren 6.620.259 Aktien ausgegeben, darunter 20.732 eigene Aktien.
| Kennzahl | Q1 GJ3/2027 | Q1 GJ3/2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz (Mio. ¥) | 18.008 | — | — |
| Rohertrag (Mio. ¥) | 2.316 | — | — |
| Rohmarge | 12,9 % | — | — |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥) | 1.263 | — | — |
| Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 1.052 | — | — |
| Operative Marge | 5,8 % | — | — |
| Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 1.040 | — | — |
| Konzernergebnis (Anteil der Muttergesellschaft) (Mio. ¥) | 672 | — | — |
| Gesamtergebnis (Mio. ¥) | 676 | — | — |
| Ergebnis je Aktie (¥) | 101,84 | — | — |
| Mineralöl — Umsatz (Mio. ¥) | 16.245 | — | — |
| Mineralöl — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 941 | — | — |
| Vermietung — Umsatz (Mio. ¥) | 593 | — | — |
| Vermietung — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 69 | — | — |
| Recycling — Umsatz (Mio. ¥) | 467 | — | — |
| Recycling — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 85 | — | — |
| Haushaltsenergie — Umsatz (Mio. ¥) | 526 | — | — |
| Haushaltsenergie — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 49 | — | — |
| Umweltenergie — Umsatz (Mio. ¥) | 175 | — | — |
| Umweltenergie — Segmentergebnis (Mio. ¥) | −16 | — | — |
| Bilanzsumme (Mio. ¥) | 23.147 | 22.353 | +3,6 % |
| Kassenbestand und Bankguthaben (Mio. ¥) | 5.774 | 5.073 | +13,8 % |
| Nettovermögen (Mio. ¥) | 10.251 | 9.780 | +4,8 % |
| Eigenkapitalquote | 44,3 % | 43,8 % | +0,5 pp |
| Prognose GJ3/2027 — Umsatz (Mio. ¥) | 80.000 | — | +6,6 % |
| Prognose GJ3/2027 — Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 1.000 | — | −15,5 % |
| Prognose GJ3/2027 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 950 | — | −20,0 % |
| Prognose GJ3/2027 — Periodenergebnis (Mio. ¥) | 600 | — | −17,4 % |
| Prognose GJ3/2027 — Ergebnis je Aktie (¥) | 90,92 | — | — |
| Jahresdividende je Aktie (¥) | 62,00 | 31,00 | n.a. |
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