Manabi-aid verringert den operativen Verlust im ersten Quartal bei 34% mehr Umsatz auf 44 Mio. Yen und hält an der Rückkehr in die Gewinnzone fest

Der Umsatz stieg im Quartal bis zum 31. Juli 2026 um 34,3% auf 76 Mio. Yen, während die Herstellungskosten um 10,1% sanken, und der operative Verlust verringerte sich auf 44 Mio. Yen von 77 Mio. Yen; der Nettoverlust ging auf 44 Mio. Yen von 85 Mio. Yen zurück. Manabi-aid bestätigte die Jahresprognose für GJ4/2027 mit 708 Mio. Yen Umsatz und einem operativen Gewinn von 105 Mio. Yen und erklärt, dass ein am 1. August begonnener Betriebsvertrag für Nachhilfeschulen mit der Muttergesellschaft NOVA Holdings bereits darin enthalten ist.

Ergebnisübersicht Manabi-aid Co., Ltd. Q1 GJ4/2027

Umsatz ein Drittel höher, Herstellungskosten ein Zehntel niedriger

Die Manabi-aid Co., Ltd. (TSE: 184A), ein in Tokio ansässiger Anbieter von Videounterricht und Verwaltungswerkzeugen für Nachhilfeschulen, veröffentlichte am 14. September 2026 den Einzelabschluss für das erste Quartal des im April 2027 endenden Geschäftsjahres — die drei Monate vom 1. Mai bis zum 31. Juli 2026 — nach japanischem Rechnungslegungsstandard. Der Umsatz stieg um 34,3% auf 76 Mio. Yen. Der operative Verlust verringerte sich auf 44 Mio. Yen von 77 Mio. Yen, der ordentliche Verlust auf 44 Mio. Yen von 85 Mio. Yen und der Nettoverlust auf 44 Mio. Yen von 85 Mio. Yen, entsprechend einem Verlust von 12,99 Yen je Aktie nach 30,04 Yen. Die Aktien sind an der Börse Tokio notiert.

Die Verbesserung entsteht fast vollständig zwischen Umsatz und Bruttogewinn. In den Tausend Yen der Gewinn- und Verlustrechnung stieg der Umsatz auf 76.928 Tsd. Yen von 57.276 Tsd. Yen, während die Herstellungskosten um 10,1% auf 46.145 Tsd. Yen sanken; der Bruttogewinn stieg daher auf 30.783 Tsd. Yen von 5.925 Tsd. Yen, und die Bruttomarge weitete sich von 10,3% auf 40,0%. Auch die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken, um 10,2% auf 75.055 Tsd. Yen, zehrten aber noch 97,6% des Umsatzes auf nach 146,0% im Vorjahr — deshalb blieb das Quartal verlustreich. Der operative Verlust von 44.272 Tsd. Yen steht 77.682 Tsd. Yen gegenüber, eine Verbesserung um 33.410 Tsd. Yen. Warum Herstellungs- sowie Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken, erklärt der Bericht nicht.

Der ordentliche Verlust verbesserte sich stärker als der operative — um 41.069 Tsd. Yen —, weil das Vorjahresquartal 7.598 Tsd. Yen Aktienausgabekosten trug, die nicht wiederkehrten; die nicht operativen Aufwendungen dieses Quartals bestanden aus 61 Tsd. Yen Zinsen. Die Ertragsteuern waren ein Aufwand von 19 Tsd. Yen nach einer Gutschrift von 107 Tsd. Yen, sodass ein Nettoverlust von 44.348 Tsd. Yen blieb. Der Verlust je Aktie ging schneller zurück als der Nettoverlust, weil die durchschnittliche Aktienzahl nach der Kapitalerhöhung des Vorjahres um 20,2% auf 3.413.500 von 2.838.892 stieg. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird wegen des Verlusts nicht ausgewiesen.

Große Ketten tragen das Wachstum, unabhängige Schulen und Verlage schrumpfen

Manabi-aid berichtet ein einziges Segment, das digitale Bildungsgeschäft, schlüsselt den Umsatz aber nach Diensten auf, und die Positionen liefen gegeneinander. Manabi-aid Master for School — die an große Nachhilfeanbieter verkaufte Version — stieg um 196,8% auf 49.684 Tsd. Yen, 64,6% des Umsatzes, was das Unternehmen auf aktiven Vertrieb an große Ketten zurückführt. Das Standardprodukt Manabi-aid Master fiel um 16,9% auf 16.070 Tsd. Yen; der Bericht verweist auf ein weiterhin schrumpfendes Geschäftsumfeld unabhängiger Nachhilfeschulen. Manabi-aid for Enterprise, die Video- und Inhaltsarbeit für Verlage und Lehrmittelhersteller, sank wegen weniger Projekte um 59,3% auf 7.832 Tsd. Yen, und der sonstige Umsatz stieg um 71,8% auf 3.342 Tsd. Yen. Vorjahresbeträge je Dienst nennt der Bericht nicht, nur die Prozentsätze.

Das Unternehmen gibt an, Manabi-aid Master, das Videounterricht mit Verwaltungsfunktionen verbindet, bei großen Nachhilfeschulen eingeführt und diese Einführungen genutzt zu haben, um Systementwicklung und Zusatzdienste zu verkaufen. Zudem vertreibt es Dienste für die durch die Reform der Hochschulzulassung ausgeweiteten empfehlungsbasierten Aufnahmeverfahren, darunter einen Aufsatzkorrekturdienst, und brachte einen neuen Frage-Antwort-Dienst heraus. Im Rahmen der im Mai 2025 vereinbarten Kapital- und Geschäftsallianz führte es Manabi-aid Master in der von NOVA Holdings betriebenen Einzelnachhilfekette ITTO ein, entwickelte mit diesem Partner ein Erfolgsmodell und begann, es auf andere Nachhilfeschulen zu übertragen; parallel lief die gemeinsame Entwicklung von Systemen für einen effizienteren Schulbetrieb weiter.

Ein Hinweis zur Unternehmensfortführung — und warum das Management keine wesentliche Unsicherheit sieht

Der Bericht stellt fest, dass Ereignisse oder Umstände vorliegen, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung aufwerfen können. Genannt werden der operative Verlust von 171.739 Tsd. Yen und der negative operative Cashflow von 108.105 Tsd. Yen im vorigen Geschäftsjahr sowie ein erstes Quartal, das operativ erneut verlustreich war. Die Antwort begann mit einem Vorstandsbeschluss vom 30. Mai 2025 über die Ausgabe neuer Aktien per Zuteilung an Inayoshi Capital Partners (ICP) und eine Kapital- und Geschäftsallianz; die Einzahlung wurde am 16. Juni 2025 abgeschlossen. Anschließend erwarb NOVA Holdings, eine Tochter von ICP, sämtliche von ICP gehaltenen Aktien des Unternehmens, unter anderem über ein öffentliches Übernahmeangebot, und hält nun als Muttergesellschaft 51,63% der Stimmrechte. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum Quartalsende auf 449.672 Tsd. Yen, und das Management sieht keine wesentlichen Finanzierungsbedenken.

Das Management nennt drei Maßnahmen. Erstens übernimmt es seit dem zweiten Quartal Betriebsaufgaben für das Nachhilfegeschäft der Muttergruppe, wovon es ab dem zweiten Quartal eine deutliche Verbesserung von Umsatz und operativem Ergebnis erwartet. Zweitens entwickelt es neue Lerndienste, die sein Know-how bei Videounterricht und Lehrmaterial mit den Sprachbildungs- und mehrsprachigen Inhalten der NOVA-Gruppe verbinden. Drittens stärkt es seine Führung mit Personal und Betriebswissen aus der Muttergruppe. Auf dieser Grundlage kommt es zu dem Schluss, dass keine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der Unternehmensfortführung besteht; der Quartalsabschluss enthält keinen entsprechenden Anhangvermerk.

Der Vertrag vom 1. August mit NOVA Holdings

Als Ereignis nach dem Stichtag schloss Manabi-aid am 1. August 2026 mit NOVA Holdings eine Grundvereinbarung über den Gruppenbetrieb des Nachhilfegeschäfts und übernahm die Zentralfunktionen dieses Geschäfts. Der Umfang reicht von Lehrplanung und der Konzeption und Entwicklung von Lehrmaterialien, Diensten und Produkten über Vertrieb und Kundenbetreuung, Schulbetrieb und Franchise-Zentrale bis zur Standortentwicklung. Die Vergütung bemisst sich an den Lizenzeinnahmen aus den erfassten Schulen der NOVA-Gruppe; Manabi-aid zahlt seinerseits Nutzungsgebühren für erhaltene Unterstützung, etwa das Schüler- und Klassenverwaltungssystem. Der Vertrag läuft vom 1. August 2026 bis zum 31. Juli 2027 und verlängert sich automatisch um ein Jahr, sofern nicht spätestens sechs Monate vor Ablauf widersprochen wird. Die daraus entstehenden Erlöse sind laut Unternehmen bereits in der Jahresprognose berücksichtigt; einen Betrag nennt der Bericht nicht.

Bilanz: Forderungen eingezogen, Kasse kaum verändert

Die Bilanzsumme sank um 8,4% auf 567 Mio. Yen von 619 Mio. Yen zum 30. April 2026. Forderungen und Vertragsvermögenswerte gingen um 32.993 Tsd. Yen auf 37.589 Tsd. Yen zurück, Kassenbestand und Bankguthaben um 10.200 Tsd. Yen auf 449.672 Tsd. Yen. Die Verbindlichkeiten sanken um 7.430 Tsd. Yen auf 75.113 Tsd. Yen, bei um 5.910 Tsd. Yen niedrigeren sonstigen Verbindlichkeiten und langfristigen Darlehen, die bis auf den kurzfristigen Anteil von 13.850 Tsd. Yen auf null zurückgingen, während die Vertragsverbindlichkeiten auf 18.694 Tsd. Yen von 4.117 Tsd. Yen stiegen. Das Nettovermögen sank genau um den Quartalsverlust von 44.348 Tsd. Yen auf 492 Mio. Yen, die Eigenkapitalquote lag bei 86,8% nach 86,7%. Eine Kapitalflussrechnung für das Quartal wurde nicht erstellt; die Abschreibungen betrugen 2.147 Tsd. Yen nach 1.813 Tsd. Yen.

Prognose: Rückkehr in die Gewinnzone, unverändert

Die Jahresprognose für GJ4/2027 bleibt gegenüber der am 15. Juni 2026 veröffentlichten unverändert: Umsatz von 708 Mio. Yen, plus 93,5%, operatives Ergebnis von 105 Mio. Yen, ordentliches Ergebnis von 106 Mio. Yen und Nettoergebnis von 83 Mio. Yen, entsprechend 24,51 Yen je Aktie. Für die Gewinnzeilen weist der Bericht keine prozentuale Veränderung aus. Das erste Quartal lieferte 10,9% des prognostizierten Umsatzes, womit für die übrigen neun Monate rund 631 Mio. Yen Umsatz und rund 149 Mio. Yen operatives Ergebnis nötig sind, um die Prognose zu erreichen — eine Wende, die das Unternehmen an den ab dem zweiten Quartal wirksamen Vertrag mit der Muttergruppe knüpft. Für GJ4/2026 wurde keine Dividende gezahlt, für GJ4/2027 ist keine vorgesehen.

Manabi-aid Co., Ltd. — Q1 GJ4/2027 (1. Mai – 31. Juli 2026), japanische Rechnungslegung, nicht konsolidiert. Bilanzzeilen vergleichen den 31. Juli 2026 mit dem 30. April 2026; Prognose- und Dividendenzeilen betreffen das Gesamtjahr GJ4/2027 gegenüber GJ4/2026. „—" bedeutet nicht veröffentlicht.
KennzahlQ1 GJ4/2027Q1 GJ4/2026Veränderung
Umsatz (Mio. ¥)7657+34,3 %
Herstellungskosten (Mio. ¥)4651−10,1 %
Rohertrag (Mio. ¥)305+419,5 %
Rohmarge40,0 %10,3 %+29,7 pp
Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥)7583−10,2 %
Betriebsergebnis (Mio. ¥)−44−77Verlust verringert
Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥)−44−85Verlust verringert
Periodenergebnis (Mio. ¥)−44−85Verlust verringert
Ergebnis je Aktie (¥)−12,99−30,04Verlust verringert
Umsatz Manabi-aid Master for School (Tsd. ¥)49.684—+196,8 %
Umsatz Manabi-aid Master (Tsd. ¥)16.070—−16,9 %
Umsatz Manabi-aid for Enterprise (Tsd. ¥)7.832—−59,3 %
Sonstiger Umsatz (Tsd. ¥)3.342—+71,8 %
Bilanzsumme (Mio. ¥)567619−8,4 %
Kassenbestand und Bankguthaben (Mio. ¥)449459−2,2 %
Nettovermögen (Mio. ¥)492536−8,3 %
Eigenkapitalquote86,8 %86,7 %+0,1 pp
Prognose GJ4/2027 — Umsatz (Mio. ¥)708—+93,5 %
Prognose GJ4/2027 — Betriebsergebnis (Mio. ¥)105—von Verlust zu Gewinn
Prognose GJ4/2027 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥)106—n.a.
Prognose GJ4/2027 — Periodenergebnis (Mio. ¥)83—n.a.
Prognose GJ4/2027 — Ergebnis je Aktie (¥)24,51—n.a.
Jahresdividende je Aktie (¥)0,000,00unverändert

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