Umsatz minus 8,2%, und aus 1.053 Mio. Yen Vorjahresgewinn wurden 418 Mio. Yen Verlust
Die ASKUL Corporation (TSE: 2678), die das E-Commerce-Geschäft ASKUL für Unternehmenskunden und die Verbraucherplattform LOHACO sowie Logistik- und weitere Aktivitäten betreibt, veröffentlichte am 15. September 2026 den Konzernabschluss für das erste Quartal, die drei Monate vom 21. Mai bis zum 20. August 2026, nach japanischem Rechnungslegungsstandard. Der Umsatz sank um 8,2% auf 112.345 Mio. Yen. Das Unternehmen verbuchte einen operativen Verlust von 418 Mio. Yen nach einem operativen Gewinn von 1.053 Mio. Yen im Vorjahr, einen ordentlichen Verlust von 452 Mio. Yen nach einem Gewinn von 938 Mio. Yen und einen den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbaren Verlust von 508 Mio. Yen nach einem Gewinn von 344 Mio. Yen. Das Ergebnis je Aktie lag bei −5,68 Yen nach 3,73 Yen. Laut Bericht sind die Aktien an der Börse Tokio notiert.
Das Quartal ist vor dem Hintergrund des Ransomware-Angriffs auf das Unternehmen vom 19. Oktober 2025 zu lesen. ASKUL erklärt, das Serviceniveau frühzeitig wiederhergestellt zu haben, und verfolgt den im Juli 2025 veröffentlichten Mittelfristplan für GJ5/2026 bis GJ5/2029, der auf erneutes Wachstum im Einzelhandelsgeschäft und neue Wertschöpfungsfelder setzt. GJ5/2027 bezeichnet es als Ausgangsjahr für eine erneute Beschleunigung des Wachstums: KI-gestützte Vertriebsunterstützung für die Händler, die seine Kunden betreuen, und personalisierte Werbung, um Kunden zurückzugewinnen, dazu Fixkostensenkungen durch die Neuordnung der Logistikstandorte und unternehmensweite Effizienzmaßnahmen. Der E-Commerce-Umsatz lag nach Angaben des Unternehmens im Rahmen der Planung zu Jahresbeginn, hat das Niveau vor dem Angriff aber noch nicht wieder erreicht.
Die Bruttomarge fiel stärker, als sich Kosten senken ließen
Die Rechnung hinter dem Verlust liegt zwischen Umsatz und Vertriebskosten. Die Herstellungskosten sanken um 6,3% auf 86.173 Mio. Yen und damit weniger als der Umsatz mit 8,2%; der Bruttogewinn fiel deshalb um 13,7% auf 26.171 Mio. Yen — 4.141 Mio. Yen weniger — und die Bruttomarge verengte sich von 24,8% auf 23,3%. Der Bericht begründet dies damit, dass die im vergangenen Geschäftsjahr zur Umsatzerholung eingeführten Preismaßnahmen auch in diesem Quartal auf der Marge lasteten. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken um 9,1% auf 26.590 Mio. Yen; diese Kürzung um 2.668 Mio. Yen senkte ihre Quote von 23,9% auf 23,7%, reichte aber nicht aus, um den entgangenen Bruttogewinn auszugleichen. Die operative Marge ging von 0,9% auf −0,4% zurück.
Die Aufschlüsselung der Vertriebs- und Verwaltungskosten zeigt, woher die Einsparungen kamen. Die sonstigen Aufwendungen sanken auf 3.987 Mio. Yen von 5.357 Mio. Yen, was das Unternehmen auf die Anlaufkosten des Verteilzentrums ASKUL Kanto DC und einen neuen Katalog des ASKUL-Geschäfts im Vorjahreszeitraum zurückführt. Die Kosten für ausgelagerte Leistungen gingen auf 2.405 Mio. Yen von 3.066 Mio. Yen zurück, vor allem weil der geringere Umsatz die Arbeit in den Verteilzentren verringerte, und die Personalkosten auf 6.640 Mio. Yen von 7.037 Mio. Yen. Zwei Posten bewegten sich im Verhältnis zum Umsatz in die andere Richtung: Die Zustellkosten sanken auf 5.836 Mio. Yen von 6.010 Mio. Yen, stiegen aber von 4,9% auf 5,2% des Umsatzes, und die Softwareabschreibungen erhöhten sich nach der Ablösung des Kernsystems im August 2025 auf 1.591 Mio. Yen von 1.391 Mio. Yen.
Unterhalb der operativen Zeile verringerte eine Steuergutschrift den Verlust
Die nicht operativen Erträge stiegen auf 183 Mio. Yen von 95 Mio. Yen, darunter eine Auflösung von 88 Mio. Yen an Aufwendungen für die Bewältigung der Systemstörung, während der Zinsaufwand auf 189 Mio. Yen von 157 Mio. Yen zunahm; es blieb ein ordentlicher Verlust von 452 Mio. Yen. Die außerordentlichen Verluste betrugen 22 Mio. Yen, fast vollständig aus dem Abgang von Anlagevermögen, sodass ein Verlust vor Steuern von 474 Mio. Yen nach einem Gewinn von 935 Mio. Yen entstand. Die Ertragsteuern ergaben eine Nettogutschrift von 88 Mio. Yen, weil eine latente Steueranpassung von −507 Mio. Yen die laufenden Steuern von 418 Mio. Yen überwog; der Quartalsverlust betrug somit 386 Mio. Yen. Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn stieg auf 122 Mio. Yen von 94 Mio. Yen, weshalb der den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Verlust mit 508 Mio. Yen höher ausfällt als der Konzernverlust. Das Gesamtergebnis lag bei −412 Mio. Yen nach 426 Mio. Yen. Die durchschnittliche Zahl der ausstehenden Aktien sank auf 89.533.259 von 92.408.211; der Bericht erläutert dies nicht.
ASKUL und LOHACO verloren je rund 12%, die Konzerngesellschaften wuchsen
Das Segment E-Commerce erzielte einschließlich Innenumsätzen einen Umsatz von 110.700 Mio. Yen, minus 7,9%, und einen Segmentverlust von 393 Mio. Yen nach einem Gewinn von 1.064 Mio. Yen; seine Bruttomarge lag bei 23,3%, 1,5 Punkte niedriger, seine Vertriebskostenquote verbesserte sich um 0,3 Punkte auf 23,7%. Darin sank das ASKUL-Geschäft um 12,2% auf 79.898 Mio. Yen. Das Unternehmen nennt drei Gründe: Der Umsatz erholt sich noch von dem Angriff; Saisonartikel wie Getränke, Lebensmittel und Produkte gegen Hitzschlag wuchsen gegenüber der großen Hitze des Vorjahressommers nicht; und die Nachfrage ging nach einer Sondernachfrage im Zusammenhang mit der Lage im Nahen Osten im vierten Quartal des Vorjahres zurück. Die Kundenzahl bei kleinen und mittleren Betrieben erholt sich noch, während mittelgroße und große Unternehmen nahe am Niveau vor dem Angriff liegen. Das LOHACO-Geschäft sank um 12,3% auf 8.862 Mio. Yen, belastet durch denselben Hitzevergleich und den Wegfall der Verkäufe von Reisreserven im Vorjahr. Konzerngesellschaften und konzerninterne Eliminierungen stiegen dank solider Umsätze bei Alpha Purchase und FEED um 14,6% auf 21.939 Mio. Yen.
Im Segment Logistik sank der Umsatz aus Logistikaufträgen, die ASKUL LOGIST für Kunden außerhalb des Konzerns ausführt, nach der Überarbeitung einiger Verträge um 25,7% auf 1.420 Mio. Yen, und der Segmentverlust weitete sich auf 53 Mio. Yen von 33 Mio. Yen aus. Der Bereich Sonstige, zu dem die Herstellung gehört, erzielte einen Umsatz von 509 Mio. Yen, minus 5,7%, und einen Gewinn von 13 Mio. Yen, minus 27,0%, weil der Trinkwasserabsatz von Tsumagoi Meisui, überwiegend an ASKUL, gegenüber der Hitze des Vorjahres stockte.
Eine kleinere Bilanz und eine leicht höhere Eigenkapitalquote
Die Bilanzsumme sank gegenüber dem 20. Mai 2026 um 9.987 Mio. Yen auf 219.920 Mio. Yen. Kassenbestand und Bankguthaben gingen um 4.412 Mio. Yen auf 44.920 Mio. Yen zurück, die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Verbrauchsteuer-Erstattungsansprüche um 4.176 Mio. Yen, Software in Entwicklung um 1.675 Mio. Yen und Leasingvermögen um 1.050 Mio. Yen, während Software um 1.100 Mio. Yen zunahm. Die Verbindlichkeiten sanken um 8.691 Mio. Yen auf 169.760 Mio. Yen, angeführt von elektronisch registrierten Verbindlichkeiten (−3.104 Mio. Yen), sonstigen Verbindlichkeiten (−2.759 Mio. Yen), Wechsel- und Lieferverbindlichkeiten (−2.136 Mio. Yen) und Leasingverbindlichkeiten (−1.102 Mio. Yen). Die Bankverbindlichkeiten blieben mit 44.972 Mio. Yen nach 45.014 Mio. Yen weitgehend stabil: kurzfristige Darlehen von 27.875 Mio. Yen, kurzfristig fälliger Teil langfristiger Darlehen von 4.549 Mio. Yen und langfristige Darlehen von 12.548 Mio. Yen.
Das Nettovermögen sank um 1.295 Mio. Yen auf 50.160 Mio. Yen, vor allem weil die Gewinnrücklagen durch Dividendenzahlungen von 895 Mio. Yen und den Verlust von 508 Mio. Yen um 1.403 Mio. Yen zurückgingen. Da die Bilanzsumme schneller schrumpfte als das Eigenkapital, stieg die Eigenkapitalquote auf 21,1% von 20,8%, bei einem Eigenkapital von 46.379 Mio. Yen nach 47.805 Mio. Yen. Eine Kapitalflussrechnung für das Quartal wurde nicht erstellt; die Abschreibungen beliefen sich auf 3.182 Mio. Yen nach 3.062 Mio. Yen.
Prognose unverändert — der Rest des Jahres muss den gesamten Gewinn tragen
ASKUL bestätigte die am 3. Juli 2026 veröffentlichte Prognose für GJ5/2027: Umsatz von 490.000 Mio. Yen (+22,4%), operatives Ergebnis von 7.000 Mio. Yen, ordentliches Ergebnis von 6.300 Mio. Yen und den Anteilseignern zurechenbarer Gewinn von 4.000 Mio. Yen, entsprechend 44,68 Yen je Aktie. Für die drei Gewinnzeilen weist der Bericht keine prozentuale Veränderung aus. Die Umsatzwachstumsrate impliziert einen Vorjahresumsatz von rund 400.300 Mio. Yen. Das erste Quartal lieferte mit Verlust 22,9% des prognostizierten Umsatzes; die verbleibenden neun Monate müssten also rund 377.655 Mio. Yen Umsatz, 7.418 Mio. Yen operatives Ergebnis und 4.508 Mio. Yen Nettogewinn erbringen, damit die Ziele erreicht werden. Eine Aufteilung der Prognose nach Quartalen enthält der Bericht nicht.
Auch die Dividendenprognose blieb unverändert. Nach 10,00 Yen je Aktie für GJ5/2026, vollständig zum Jahresende gezahlt, plant ASKUL für GJ5/2027 10,00 Yen zum Ende des zweiten Quartals und 10,00 Yen zum Jahresende, insgesamt 20,00 Yen — das Doppelte des Vorjahres und rund 45% des prognostizierten Ergebnisses je Aktie von 44,68 Yen.
| Kennzahl | Q1 GJ5/2027 | Q1 GJ5/2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz (Mio. ¥) | 112.345 | 122.324 | −8,2 % |
| Rohertrag (Mio. ¥) | 26.171 | 30.312 | −13,7 % |
| Rohmarge | 23,3 % | 24,8 % | −1,5 pp |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥) | 26.590 | 29.258 | −9,1 % |
| Betriebsergebnis (Mio. ¥) | −418 | 1.053 | von Gewinn zu Verlust |
| Operative Marge | −0,4 % | 0,9 % | −1,3 pp |
| Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | −452 | 938 | von Gewinn zu Verlust |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. ¥) | −474 | 935 | von Gewinn zu Verlust |
| Konzernergebnis (Anteil der Muttergesellschaft) (Mio. ¥) | −508 | 344 | von Gewinn zu Verlust |
| Gesamtergebnis (Mio. ¥) | −412 | 426 | von Gewinn zu Verlust |
| Ergebnis je Aktie (¥) | −5,68 | 3,73 | von Gewinn zu Verlust |
| E-Commerce — Umsatz (Mio. ¥) | 110.700 | 120.249 | −7,9 % |
| E-Commerce — Segmentergebnis (Mio. ¥) | −393 | 1.064 | von Gewinn zu Verlust |
| E-Commerce: ASKUL-Geschäft — Umsatz (Mio. ¥) | 79.898 | 91.003 | −12,2 % |
| E-Commerce: LOHACO-Geschäft — Umsatz (Mio. ¥) | 8.862 | 10.100 | −12,3 % |
| E-Commerce: Konzerngesellschaften und Eliminierungen — Umsatz (Mio. ¥) | 21.939 | 19.145 | +14,6 % |
| Logistik — Umsatz (Mio. ¥) | 1.420 | 1.912 | −25,7 % |
| Logistik — Segmentergebnis (Mio. ¥) | −53 | −33 | Verlust ausgeweitet |
| Sonstige — Umsatz (Mio. ¥) | 509 | 540 | −5,7 % |
| Sonstige — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 13 | 18 | −27,0 % |
| Bilanzsumme (Mio. ¥) | 219.920 | 229.907 | −4,3 % |
| Nettovermögen (Mio. ¥) | 50.160 | 51.455 | −2,5 % |
| Kassenbestand und Bankguthaben (Mio. ¥) | 44.920 | 49.332 | −8,9 % |
| Eigenkapitalquote | 21,1 % | 20,8 % | +0,3 pp |
| Prognose GJ5/2027 — Umsatz (Mio. ¥) | 490.000 | — | +22,4 % |
| Prognose GJ5/2027 — Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 7.000 | — | n.a. |
| Prognose GJ5/2027 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 6.300 | — | n.a. |
| Prognose GJ5/2027 — Periodenergebnis (Mio. ¥) | 4.000 | — | n.a. |
| Prognose GJ5/2027 — Ergebnis je Aktie (¥) | 44,68 | — | n.a. |
| Jahresdividende je Aktie (¥) | 20,00 | 10,00 | +100,0 % |
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