Oracle Japan steigert den operativen Quartalsgewinn um 23% auf einen Rekord bei 32% Cloud-Wachstum, während eine Dividende von 110 Mrd. Yen das Eigenkapital halbiert

Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis zum 31. August 2026 um 13,0% auf 74.861 Mio. Yen und das operative Ergebnis um 22,7% auf 25.918 Mio. Yen, beides Rekordwerte für ein erstes Quartal, während der Cloud-Umsatz um 31,7% auf 25.143 Mio. Yen sprang und die Vertriebs- und Verwaltungskosten um 15,7% sanken. Das Periodenergebnis stieg um 23,2% auf 18.245 Mio. Yen. Die am 10. August 2026 gezahlte Schlussdividende von 110.080 Mio. Yen senkte gesondert das Eigenkapital um 44,9% auf 112.897 Mio. Yen und die Eigenkapitalquote von 55,6% auf 41,6%.

Ergebnisübersicht Oracle Corporation Japan Q1 GJ5/2027

Jede Kennzahl erreichte einen Rekordwert für ein erstes Quartal

Die Oracle Corporation Japan (TSE: 4716), das in Kita-Aoyama, Bezirk Minato, Tokio ansässige Softwareunternehmen, veröffentlichte am 24. September 2026 ihren nicht konsolidierten Abschluss für das erste Quartal des am 31. Mai 2027 endenden Geschäftsjahres — die drei Monate vom 1. Juni bis zum 31. August 2026 — nach japanischem Rechnungslegungsstandard. Der Umsatz stieg um 13,0% auf 74.861 Mio. Yen, das operative Ergebnis um 22,7% auf 25.918 Mio. Yen, das ordentliche Ergebnis um 24,9% auf 26.689 Mio. Yen und das Periodenergebnis um 23,2% auf 18.245 Mio. Yen, entsprechend 142,37 Yen je Aktie nach 115,65 Yen. Das Unternehmen erklärt, alle vier Zeilen seien die höchsten, die es für ein erstes Quartal je ausgewiesen hat. Die Aktien sind im Standard Market der Börse Tokio notiert.

Die Rechnung hinter diesem operativen Plus von 22,7% steckt nicht in der Bruttomarge. Die Herstellungskosten stiegen um 14,0% auf 41.794 Mio. Yen, einen vollen Prozentpunkt schneller als der Umsatz, sodass der Bruttogewinn nur um 11,7% auf 33.066 Mio. Yen zulegte und sich die Bruttomarge von 44,7% auf 44,2% verengte. Was die operative Zeile hob, liegt darunter: die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken um 15,7%, auf 7.147 Mio. Yen von 8.480 Mio. Yen. Von dem Zuwachs des operativen Ergebnisses um 4.790 Mio. Yen entfielen 3.458 Mio. Yen auf den höheren Bruttogewinn und 1.332 Mio. Yen auf die kleinere Kostenbasis; die operative Marge weitete sich von 31,9% auf 34,6%. Der Bericht erklärt nicht, warum die Verwaltungskosten sanken.

Cloud ist inzwischen ein Drittel des Umsatzes, Support verliert Anteil

Der Bericht weist den Umsatz nach Kategorien aus, und der Mix verschob sich in eine einzige Richtung. Der Cloud-Umsatz stieg um 31,7% auf 25.143 Mio. Yen und macht nun 33,6% des Gesamtumsatzes aus, nach 28,8% im Vorjahr. Softwarelizenzen wuchsen um 19,0% auf 10.869 Mio. Yen und hoben ihren Anteil von 13,8% auf 14,5%. Der Softwaresupport, mit 28.871 Mio. Yen weiterhin die größte Einzelzeile, wuchs nur um 2,0%, sodass sein Umsatzanteil von 42,7% auf 38,6% fiel. Die Zwischensumme Software betrug 39.740 Mio. Yen, plus 6,1%, Cloud und Software zusammen 64.884 Mio. Yen, plus 14,8% oder 86,7% des Umsatzes. Hardware lag bei 3.811 Mio. Yen, plus 10,1%, und Dienstleistungen bei 6.165 Mio. Yen, minus 1,7% — die einzige Kategorie, die absolut schrumpfte, mit einem Anteil, der von 9,5% auf 8,2% zurückging.

Die vom Bericht genannten Ursachen sind bei der Cloud konkret und bei den Dienstleistungen dünn. Im Cloud-Geschäft erklärt das Unternehmen, es habe sich auf das Upgrade bestehender Kunden auf Oracle Fusion Cloud Applications konzentriert — eine Verlagerung aus On-Premise-Umgebungen — und zugleich Neukunden gewonnen; die Nachfrage nach Oracle Cloud Infrastructure sei bei Kunden, die auf Leistung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit achten, weiterhin stark gewesen, und die Auslastung der Rechenzentren in Tokio und Osaka nehme stetig zu. Es weist darauf hin, dass OCI als ISMAP-konformer Cloud-Dienst registriert ist, dem staatlichen Bewertungsprogramm für die Sicherheit von Informationssystemen, und im Oktober 2022 als Cloud-Dienst für die Government Cloud der Digitalagentur ausgewählt wurde. NetSuite, das Cloud-ERP für mittelständische Unternehmen, wird als stabil beschrieben, getragen von der Nachfrage reorganisierender Firmen. Bei den Lizenzen nennt das Unternehmen die Abkehr von Altsystemen hin zu Standardisierung und offenen Systemen sowie IT-Investitionen, die auf Wachstum und nicht allein auf Kostensenkung zielen. Beim Support werde eine hohe Vertragsverlängerungsquote gehalten, und auch neue Wartungsverträge aus dem Verkauf von On-Premise-Lizenzen lägen auf hohem Niveau. Die Hardware wird über den Marktstart der Plattform Oracle Exadata X11M im Januar 2025 beschrieben. Zu den Dienstleistungen berichtet das Unternehmen, das Beratungsgeschäft — Migrationen von On-Premise-Umgebungen auf Oracle Cloud Infrastructure und Integrationsprojekte mit Cloud Applications — sei stabil verlaufen, und bietet keine Erklärung für den Rückgang um 1,7%.

Drei Segmente, und der Gewinn kam aus zweien davon

Es gibt überhaupt keine Innenumsätze, sodass sich die drei Segmente exakt zum Gesamtumsatz addieren. Cloud und Software erzielte ein Segmentergebnis von 24.627 Mio. Yen, plus 16,4%, bei einem Umsatz von 64.884 Mio. Yen, einer Marge von 38,0% gegenüber 37,4%. Dienstleistungen taten das Gegenteil dessen, was ihre Umsatzzeile nahelegt: der Umsatz sank um 1,7%, das Segmentergebnis stieg jedoch um 37,6% auf 1.857 Mio. Yen und weitete die Marge von 21,5% auf 30,1%. Hardware kehrte das erneut um — Umsatz plus 10,1%, Segmentergebnis aber minus 52,4%, auf 59 Mio. Yen von 124 Mio. Yen, bei einer Marge von 1,5% nach 3,6%. Der Bericht nennt weder für die Dienstleistungsmarge noch für den Hardware-Rückgang einen Grund. Das Segmentergebnis insgesamt betrug 26.544 Mio. Yen, plus 17,3%, die nicht zugeordneten Zentralkosten 625 Mio. Yen gegenüber 1.505 Mio. Yen, also 880 Mio. Yen weniger — und dort zeigt sich der größte Teil des Rückgangs der Verwaltungskosten. Das Segmentergebnis steuerte somit 3.910 Mio. Yen zum operativen Zuwachs von 4.790 Mio. Yen bei und die geringere Zentralbelastung die restlichen 880 Mio. Yen.

Die Zinserträge verfünffachten sich unterhalb der operativen Zeile

Die nicht operativen Erträge stiegen auf 770 Mio. Yen von 241 Mio. Yen, fast ausschließlich durch Zinsen: die Zinserträge betrugen 651 Mio. Yen gegenüber 128 Mio. Yen, plus 408,6%, bei Währungsgewinnen von 52 Mio. Yen nach 37 Mio. Yen. Nicht operative Aufwendungen fielen in beiden Zeiträumen keine an. Das ist die gesamte Differenz zwischen den 22,7% auf der operativen Zeile und dem Anstieg des ordentlichen Ergebnisses um 24,9% auf 26.689 Mio. Yen. Der Bericht nennt die Quelle dieser Zinsen nicht, doch die Bilanz weist zum Quartalsende 162.000 Mio. Yen an kurzfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen aus, nach 212.000 Mio. Yen drei Monate zuvor. Außerordentliche Posten gab es in diesem Jahr nicht, nach 3 Mio. Yen Ertrag aus der Auflösung von Bezugsrechten im Vorjahr, sodass das Ergebnis vor Steuern dem ordentlichen Ergebnis mit 26.689 Mio. Yen, plus 24,9%, entsprach. Die Ertragsteuern beliefen sich auf 8.443 Mio. Yen, plus 28,6% — ein effektiver Satz von 31,6% nach 30,7% —, was dem vom Unternehmen veröffentlichten erwarteten Effektivsteuersatz von 31,6% entspricht; für die Zwischenberichterstattung wendet es diesen geschätzten Jahressatz auf das Vorsteuerergebnis an, statt die Steuer direkt zu berechnen. Das Periodenergebnis betrug 18.245 Mio. Yen, plus 23,2%, also 142,37 Yen je Aktie, bei einem identischen verwässerten Ergebnis von 142,37 Yen nach 115,64 Yen.

Eine Dividende von 110.080 Mio. Yen nahm der Bilanz ein Viertel

Die Bilanzsumme sank um 26,4%, von 368.416 Mio. Yen zum 31. Mai 2026 auf 271.189 Mio. Yen, das Eigenkapital um 44,9% auf 112.897 Mio. Yen. Die Eigenkapitalquote fiel von 55,6% auf 41,6%, ein Rückgang um 14,0 Punkte in drei Monaten. Die Ursache ist eine einzige Zahlung, und das Unternehmen benennt sie klar: die Schlussdividende für das 41. Geschäftsjahr, 858,00 Yen je Aktie — 198 Yen regulär und 660 Yen Sonderdividende —, am 23. Juli 2026 vom Verwaltungsrat beschlossen und am 10. August 2026 gezahlt, insgesamt 110.080 Mio. Yen. Die Gewinnrücklagen sanken daraufhin von 172.899 Mio. Yen auf 81.065 Mio. Yen, ein Minus von 91.834 Mio. Yen, das im Wesentlichen der Zahlung von 110.080 Mio. Yen abzüglich des Quartalsgewinns von 18.245 Mio. Yen entspricht.

Wie sie finanziert wurde, ist der aufschlussreichere Teil. Das Umlaufvermögen sank um 97.347 Mio. Yen auf 229.161 Mio. Yen, und zwei Zeilen erklären davon fast alles: Zahlungsmittel und Einlagen fielen um 46.254 Mio. Yen auf 38.714 Mio. Yen, kurzfristige Darlehen an verbundene Unternehmen um 50.000 Mio. Yen auf 162.000 Mio. Yen. Das Unternehmen erklärt, es habe diese 50.000 Mio. Yen am 31. Juli 2026 vorzeitig aus einem Darlehen an seine Muttergesellschaft Oracle Japan Holding, Inc. zurückgeholt, ausdrücklich zur Mitfinanzierung der acht Tage zuvor beschlossenen Dividende. Zusammen machen diese beiden Bewegungen 96.254 Mio. Yen des Rückgangs der Bilanzsumme um 97.227 Mio. Yen aus. Das Anlagevermögen bewegte sich kaum: plus 121 Mio. Yen auf 42.028 Mio. Yen, bei unverändertem Grundbesitz von 26.057 Mio. Yen.

Die Verbindlichkeiten sanken um 3,3% auf 158.292 Mio. Yen, und ihre Zusammensetzung verdient Beachtung bei einem Unternehmen, das überhaupt keine Finanzschulden in der Bilanz führt. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten fielen um 7.286 Mio. Yen auf 8.811 Mio. Yen, die sonstigen Verbindlichkeiten um 3.896 Mio. Yen auf 4.797 Mio. Yen und die Bonusrückstellung um 1.110 Mio. Yen auf 1.005 Mio. Yen, bei Zuwächsen der Vertragsverbindlichkeiten um 2.085 Mio. Yen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.125 Mio. Yen. Die Vertragsverbindlichkeiten von 114.253 Mio. Yen — Beträge, die Kunden in Rechnung gestellt wurden, bevor der zugehörige Umsatz erfasst wird — machen 72,2% der Gesamtverbindlichkeiten aus und übersteigen inzwischen das Eigenkapital von 112.897 Mio. Yen.

Die Prognose ist eine Spanne, und die Dividende ist unbestimmt

Das Unternehmen veröffentlicht die Jahresprognose für GJ5/2027 als Spanne statt als absolute Beträge und hat sie nicht revidiert: ein Umsatzwachstum von 6,0% bis 10,0% und ein Ergebnis von 525,00 bis 540,00 Yen je Aktie, unverändert gegenüber der am 25. Juni 2026 veröffentlichten Prognose, bei einem angenommenen Effektivsteuersatz von 31,6%. Für Umsatz und für keine Ergebniszeile wird ein Yen-Betrag genannt, sodass die nachstehende Tabelle keine Prognosezeilen enthält. Gemessen am Umsatz des GJ5/2026 von 285.073 Mio. Yen, den die Kategorientabelle des Berichts selbst ausweist, impliziert diese Spanne einen Umsatz von rund 302.200 Mio. Yen bis 313.600 Mio. Yen. Die 74.861 Mio. Yen des Quartals entsprechen 23,9% bis 24,8% davon und die 142,37 Yen Ergebnis je Aktie 26,4% bis 27,1% der Spanne — ein erstes Quartal, das beim Umsatz knapp unter einer gleichmäßigen Quartalsaufteilung liegt und beim Ergebnis leicht darüber.

Bei der Dividende ist der Bericht eindeutig: die Dividende für GJ5/2027 ist unbestimmt, für kein Quartal und nicht für das Jahr wird eine Prognose abgegeben, und ein Zahlungsbeginn wird nicht genannt, sodass die nachstehende Tabelle auch keine Dividendenzeile enthält. Das Unternehmen hält fest, dass es keine Revision einer zuvor veröffentlichten Dividendenprognose gegeben hat. Zum Vergleich: im GJ5/2026 wurden 858,00 Yen für das Jahr gezahlt, sämtlich zum Jahresende, nichts zum zweiten Quartal. Aus den übrigen Angaben: die ausgegebenen Aktien stiegen um 500 auf 128.313.071, die eigenen Aktien blieben unverändert bei 155.629, beide Zahlen einschließlich der Aktien im BIP-Vergütungstreuhandvermögen für Organmitglieder und im ESOP-Treuhandvermögen zur Aktiengewährung, während der gewichtete Durchschnitt bei 128.157.420 Aktien nach 128.019.971 lag. Die Abschreibungen einschließlich der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrugen 327 Mio. Yen gegenüber 340 Mio. Yen. Eine Quartals-Kapitalflussrechnung wurde nicht erstellt, und der beigefügte Quartalsabschluss wurde weder von einem Wirtschaftsprüfer noch von einer Prüfungsgesellschaft prüferisch durchgesehen.

Oracle Corporation Japan — Q1 GJ5/2027 (1. Juni – 31. August 2026), japanische Rechnungslegung, nicht konsolidiert. Bilanzzeilen vergleichen den 31. August 2026 mit dem 31. Mai 2026. „—" bedeutet nicht veröffentlicht.
KennzahlQ1 GJ5/2027Q1 GJ5/2026Veränderung
Umsatz (Mio. ¥)74.86166.275+13,0 %
Herstellungskosten (Mio. ¥)41.79436.666+14,0 %
Rohertrag (Mio. ¥)33.06629.608+11,7 %
Rohmarge44,2 %44,7 %−0,5 pp
Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥)7.1478.480−15,7 %
Betriebsergebnis (Mio. ¥)25.91821.128+22,7 %
Operative Marge34,6 %31,9 %+2,7 pp
Zinserträge (Mio. ¥)651128+408,6 %
Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥)26.68921.369+24,9 %
Ergebnis vor Steuern (Mio. ¥)26.68921.372+24,9 %
Periodenergebnis (Mio. ¥)18.24514.805+23,2 %
Ergebnis je Aktie (¥)142,37115,65+23,1 %
Cloud und Software — Umsatz (Mio. ¥)64.88456.539+14,8 %
Cloud und Software — Segmentergebnis (Mio. ¥)24.62721.159+16,4 %
Hardware — Umsatz (Mio. ¥)3.8113.463+10,1 %
Hardware — Segmentergebnis (Mio. ¥)59124−52,4 %
Dienstleistungen — Umsatz (Mio. ¥)6.1656.272−1,7 %
Dienstleistungen — Segmentergebnis (Mio. ¥)1.8571.350+37,6 %
Bilanzsumme (Mio. ¥)271.189368.416−26,4 %
Nettovermögen (Mio. ¥)112.897204.728−44,9 %
Eigenkapitalquote41,6 %55,6 %−14,0 pp
Zahlungsmittel und Einlagen (Mio. ¥)38.71484.968−54,4 %
Kurzfristige Darlehen an verbundene Unternehmen (Mio. ¥)162.000212.000−23,6 %
Vertragsverbindlichkeiten (Mio. ¥)114.253112.168+1,9 %

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