Die KOA Corporation (TSE: 6999), ein in Nagano ansässiger Hersteller von Widerständen und anderen elektronischen Bauelementen, meldete konsolidierte Ergebnisse für das erste Quartal des am 31. März 2027 endenden Geschäftsjahres nach japanischem GAAP. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 23,9% auf ¥20.880 Mio., der Betriebsgewinn sprang um 70,2% auf ¥851 Mio., der ordentliche Gewinn schnellte um 148,0% auf ¥1.315 Mio. empor, und der den Eigentümern der Muttergesellschaft zurechenbare Nettogewinn kletterte um 288,4% auf ¥1.629 Mio. — nahezu eine Vervierfachung. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug ¥43,88, nach ¥11,30 im Vorjahr.
KI, Autos und eine industrielle Erholung
Die Nachfrage in KOAs Endmärkten war insgesamt günstig. Der Absatz an KI-bezogene Geräte expandierte, die Automobilnachfrage blieb dank der Elektrifizierung der Fahrzeuge und der Verbreitung fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme (ADAS) robust, und die lange von Lagerbestandskorrekturen belastete Nachfrage nach Industrieausrüstung erholte sich weiter. Auch die Distributorennachfrage wuchs, und ein schwächerer Yen sorgte für zusätzlichen Rückenwind. Höhere Rohstoffpreise belasteten die Kosten, wurden aber durch die größere Umsatzbasis mehr als ausgeglichen. Das Unternehmen befindet sich in Phase zwei seiner Vision 2030, dem Mittelfristplan 2027, mit dem es Gewinnwachstum und Effizienzsteigerungen auf Basis eines ROIC-orientierten Managements anstrebt.
Steuereffekt aus der Liquidation der deutschen Tochter
Der überproportionale Gewinnsprung beim Nettoergebnis geht auf einen Einmaleffekt zurück: Nach dem Beschluss, die deutsche Tochtergesellschaft VIA electronic GmbH aufzulösen und zu liquidieren, verbuchte KOA eine latente Steuergutschrift von ¥745 Mio., die den Nettogewinn deutlich über die operative Verbesserung hinaus anhob. Der ordentliche Gewinn profitierte zudem von Wechselkurseffekten.
Auftragseingang +38%, Auftragsbestand +51%
Der Auftragseingang deutet auf anhaltende Dynamik hin: Die Konzernaufträge stiegen um 37,6% auf ¥24.572 Mio., und der Auftragsbestand lag mit ¥17.356 Mio. um 50,8% höher — mit zweistelligem Auftragswachstum in allen vier Regionen Japan, Asien, Amerika und Europa. Nach Segmenten betrugen die Außenumsätze ¥6.489 Mio. in Japan, ¥7.027 Mio. in Asien, ¥3.418 Mio. in Amerika und ¥3.944 Mio. in Europa. Japan drehte von einem kleinen Verlust im Vorjahr auf einen Segmentgewinn von ¥854 Mio., während Asien in einen Verlust von ¥129 Mio. rutschte.
Prognose angehoben, Dividende fast verdoppelt
KOA hob seine Gesamtjahresprognose gegenüber der am 24. April veröffentlichten Guidance an. Erwartet werden nun ein Umsatz von ¥87.300 Mio. (+20,8%), ein Betriebsgewinn von ¥5.360 Mio. (+47,0%), ein ordentlicher Gewinn von ¥6.040 Mio. (+15,6%) und ein Nettogewinn von ¥7.740 Mio. (+95,9%), bei einem EPS von ¥208,42. Die geplante Jahresdividende wurde auf ¥63,00 je Aktie angehoben (¥31,50 Zwischendividende plus ¥31,50 zum Jahresende) — fast das Doppelte der ¥32,00 des Vorjahres. Die Bilanz bleibt solide: Die Bilanzsumme beträgt ¥151.184 Mio., die Eigenkapitalquote stieg auf 60,2% von 58,4% zum Ende des Vorgeschäftsjahres.
| Kennzahl | Q1 FY3/2027 | Q1 FY3/2026 | Veränderung ggü. Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Umsatz (¥ Mio.) | 20.880 | 16.845 | +23,9% |
| Betriebsgewinn (¥ Mio.) | 851 | 500 | +70,2% |
| Ordentlicher Gewinn (¥ Mio.) | 1.315 | 530 | +148,0% |
| Den Eigentümern zurechenbarer Nettogewinn (¥ Mio.) | 1.629 | 419 | +288,4% |
| Unverwässertes EPS (¥) | 43,88 | 11,30 | +288,3% |
| Auftragseingang (¥ Mio.) | 24.572 | — | +37,6% |
| FY3/2027-Betriebsgewinnprognose (¥ Mio.) | 5.360 | — | +47,0% |
| Geplante Jahresdividende (¥) | 63,00 | 32,00 | +96,9% |
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