Die Chugai Ro Co., Ltd. (TSE: 1964), ein in Osaka ansässiger Hersteller von Industrieöfen, wärmetechnischen (Wärmebehandlungs-)Anlagen sowie Umwelt- und Verbrennungstechnik, meldete konsolidierte Ergebnisse für das erste Quartal des am 31. März 2027 endenden Geschäftsjahres nach japanischem GAAP. Der Umsatz sank um 3,6% auf ¥6.119 Mio., während sich der operative Verlust von ¥371 Mio. im Vorjahr auf ¥209 Mio. verringerte und der ordentliche Verlust von ¥252 Mio. auf ¥108 Mio. schrumpfte. Der den Eigentümern der Muttergesellschaft zurechenbare Nettoverlust betrug ¥74 Mio. gegenüber einem Nettogewinn von ¥704 Mio. im Vorjahresquartal, und das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei −¥10,51 nach +¥96,73.
Ein saisonal schwaches erstes Quartal
Das erste Quartal ist für Chugai Ro üblicherweise der schwächste Teil des Jahres, da die Ofen- und Anlagenaufträge unregelmäßig anfallen und über das Geschäftsjahr ungleichmäßig erfasst werden, wenn große Projekte abgeschlossen werden. Diesem Muster folgend hat der Konzern das Jahr historisch in den roten Zahlen begonnen, bevor er in den späteren Quartalen Gewinn aufbaute. In diesem Jahr verringerte sich der operative Verlust im Jahresvergleich, obwohl der Umsatz zurückging, und das Gesamtergebnis drehte deutlich ins Plus auf ¥283 Mio., ein Anstieg um 685,0%.
Sondereffekt im Vorjahr verzerrt den Vergleich
Der Schwenk in der Schlagzeile von einem Nettogewinn von ¥704 Mio. zu einem Nettoverlust von ¥74 Mio. überzeichnet die Verschlechterung: Das erste Quartal des Vorjahres enthielt einen großen Sondergewinn, der sowohl den Quartals- als auch den Jahresnettogewinn hob. Ohne diesen verbesserte sich der zugrunde liegende operative Trend — der Verlust verringerte sich sowohl auf operativer als auch auf ordentlicher Ebene —, auch wenn die ausgewiesene Nettozeile schwächer aussieht. Dieselbe Verzerrung zieht sich durch die Jahresprognose, in der der Nettogewinn gegenüber einem durch Sonderposten aufgeblähten Vorjahr niedriger prognostiziert wird, während operativer und ordentlicher Gewinn deutlich höher in Aussicht gestellt werden.
Jahresprognose und Dividende bestätigt
Das Management ließ seine Jahresprognosen für das FY3/2027 unverändert und stellt einen Umsatz von ¥40.300 Mio. (+7,9%), einen Betriebsgewinn von ¥3.620 Mio. (+25,7%), einen ordentlichen Gewinn von ¥3.720 Mio. (+19,6%) und einen Nettogewinn von ¥2.516 Mio. (−46,1%) in Aussicht, bei einem EPS von ¥361,31 — der Rückgang des Nettogewinns spiegelt die Sondergewinne des Vorjahres wider und nicht ein schwächeres Kerngeschäft. Die Bilanz blieb solide, mit einer Bilanzsumme von ¥46.830 Mio., einem Nettovermögen von ¥29.414 Mio. und einer Eigenkapitalquote von 62,3% nach 60,8% zum Geschäftsjahresende am 31. März 2026. Das Unternehmen behielt zudem seine zuvor angekündigte Prognose der Jahresdividende für das FY3/2027 von ¥180,00 je Aktie unverändert bei, nach ¥166,00 im Vorjahr.
| Kennzahl | 1. Q. FY3/2027 | 1. Q. FY3/2026 | Veränderung ggü. Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Umsatz (¥ Mrd.) | 6,12 | 6,35 | -3,6% |
| Betriebsgewinn (¥ Mio.) | -209 | -371 | Verlust verringert |
| Ordentlicher Gewinn (¥ Mio.) | -108 | -252 | verringert |
| Den Eigentümern zurechenbarer Nettogewinn (¥ Mio.) | -74 | +704 | zu Verlust |
| Unverwässertes EPS (¥) | -10,51 | +96,73 | zu Verlust |
| FY27-Betriebsgewinnprognose (¥ Mrd.) | 3,62 | 2,88 | +25,7% |
| Jahresdividende (¥) | 180,00 | 166,00 | +8,4% |
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