Shiga Bank: Ordentlicher Q1-Gewinn springt um 53%, Gesamtergebnis verzehnfacht sich fast auf ¥140.083 Mio.

Die in Otsu ansässige Regionalbank meldete für das erste Quartal ordentliche Erträge von ¥45.686 Mio. (+30,6%) und einen ordentlichen Gewinn von ¥14.301 Mio. (+53,3%). Der Nettogewinn stieg um 47,4% auf ¥9.937 Mio., während ein Gesamtergebnis von ¥140.083 Mio. — fast das Zehnfache des Vorjahreswerts — das Nettovermögen binnen drei Monaten um ¥136,6 Mrd. erhöhte.

Hauptsitz der The Shiga Bank, Ltd. The Shiga Bank, Ltd. · Tokyo Stock Exchange Prime

Die The Shiga Bank, Ltd. (TSE: 8366), die in Otsu ansässige Regionalbank für die Präfektur Shiga und die weitere Kansai-Region, meldete konsolidierte Ergebnisse für das erste Quartal des im März 2027 endenden Geschäftsjahres — die drei Monate vom 1. April bis zum 30. Juni 2026 — nach japanischem GAAP. Die ordentlichen Erträge stiegen um 30,6% auf ¥45.686 Mio., der ordentliche Gewinn sprang um 53,3% auf ¥14.301 Mio., und der den Eigentümern der Muttergesellschaft zurechenbare Nettogewinn kletterte um 47,4% auf ¥9.937 Mio.. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug ¥43,23, nach ¥29,25. Ein verwässerter Wert wurde nicht ausgewiesen, da die Bank nach eigenen Angaben keine potenziell verwässernden Aktien ausstehen hat.

Zinsgetriebene Erträge — und eine ebenfalls schwerere Kostenseite

Die ordentlichen Erträge wuchsen im Jahresvergleich um ¥10.701 Mio., und die Bank führte das Plus auf zwei Quellen zurück. Zinserträge aus dem Kreditgeschäft sowie Zins- und Dividendenerträge aus Wertpapieren erhöhten die Erträge aus der Mittelanlage um ¥5.115 Mio. — der unmittelbare Nutzen eines inländischen Zinsumfelds, das sich zugunsten der Regionalbanken gedreht hat. Weitere ¥4.754 Mio. stammten aus höheren sonstigen betrieblichen Erträgen, vor allem Gewinnen aus Finanzderivaten. Die Kosten bewegten sich in dieselbe Richtung, wenn auch weniger deutlich: die ordentlichen Aufwendungen erreichten ¥31.384 Mio., ein Plus von ¥5.730 Mio., angeführt von einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um ¥3.214 Mio. — überwiegend höhere Verluste aus dem Verkauf von Staats- und anderen Anleihen — sowie einem Zuwachs der Refinanzierungskosten um ¥1.664 Mio. bei steigenden gezahlten Einlagenzinsen. Per Saldo lag der ordentliche Gewinn damit ¥4.971 Mio. über dem Vorjahreswert.

¥140.083 Mio. Gesamtergebnis sind nicht ¥140.083 Mio. Gewinn

Die auffälligste Zahl der Meldung ist das Gesamtergebnis von ¥140.083 Mio. gegenüber ¥14.172 Mio. ein Jahr zuvor — ein Anstieg um 888,5% und mehr als das Vierzehnfache des im Quartal ausgewiesenen Nettogewinns. Die richtige Lesart ist entscheidend: das Gesamtergebnis erfasst nicht realisierte Bewertungsveränderungen im Wertpapierbestand der Bank, die außerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung stehen. Es ist kein Gewinn, es ist nicht ausschüttungsfähig, und es lief nicht über die Nettogewinnzeile von ¥9.937 Mio. Was es sehr wohl bewirkte, war eine Neuformung der Bilanz. Das kumulierte sonstige Ergebnis stieg gegenüber dem Geschäftsjahresende um ¥130.108 Mio., getrieben von nicht realisierten Nettogewinnen auf sonstige Wertpapiere, und der Wertpapierbestand selbst wuchs binnen drei Monaten um ¥251.011 Mio. auf ¥1.973.421 Mio. Eine Umkehr der Marktpreise würde denselben Betrag ebenso schnell wieder auflösen.

Eine Eigenkapitalquote von 8,1% — aber nicht die übliche

Die Bilanzsumme lag zum 30. Juni bei ¥7.943.892 Mio., ¥274.808 Mio. mehr als die ¥7.669.084 Mio. zum Geschäftsjahresende März 2026. Das Nettovermögen stieg auf ¥645.660 Mio. von ¥509.025 Mio., ein Zuwachs von ¥136.634 Mio., der sich fast vollständig aus der oben beschriebenen Bewegung des Gesamtergebnisses erklärt. Nach der bankeigenen Kennzahl hob das die Eigenkapitalquote auf 8,1% von 6,6%. Die Bank weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Quote als Nettovermögen abzüglich Aktienbezugsrechte, geteilt durch die Bilanzsumme, berechnet wird und dass es sich nicht um die nach der japanischen Eigenkapitalverordnung definierte Eigenkapitalquote handelt — sie darf nicht als regulatorische Basel-Kennziffer gelesen werden. An anderer Stelle der Bilanz wuchsen die Einlagen um ¥129.733 Mio. auf ¥6.080.027 Mio., die Kredite gingen um ¥11.687 Mio. auf ¥4.576.973 Mio. zurück, und die aufgenommenen Gelder sanken um ¥95.658 Mio. auf ¥688.623 Mio.

Die Dividende wirkt gekürzt. Tatsächlich wurde sie kräftig erhöht.

Die Shiga Bank vollzog zum 1. April 2026 einen Aktiensplit im Verhältnis fünf zu eins, und die Dividendentabelle ist durch diese Brille zu lesen. Für das im März 2026 abgelaufene Jahr zahlte die Bank eine Zwischendividende von ¥65,00 und eine Schlussdividende von ¥75,00, insgesamt ¥140,00 je Aktie — Beträge, die der Kurzbericht ausdrücklich als die tatsächlichen Vor-Split-Beträge bezeichnet. Für das Jahr bis März 2027 prognostiziert sie eine Zwischendividende von ¥25,00 und eine Schlussdividende von ¥25,00, zusammen ¥50,00 je Aktie auf Basis der Aktienzahl nach dem Split, unverändert gegenüber der vorherigen Ankündigung. Mit fünf multipliziert, um sie auf die alte Basis zu stellen, entsprechen diese ¥50,00 einem Vor-Split-Wert von ¥250,00 gegenüber ¥140,00 im Vorjahr — eine deutliche Erhöhung und nicht die Kürzung um zwei Drittel, die die Zahlen auf den ersten Blick nahelegen. Das Ergebnis je Aktie ist bereits auf derselben Basis angepasst, sodass die ¥43,23 dieses Quartals direkt mit den ¥29,25 des Vorjahres vergleichbar sind.

Ein schneller Start und eine bewusst unveränderte Prognose

Die Jahresprognose bleibt gegenüber der Ankündigung vom 13. Mai 2026 unverändert. Die Bank strebt für das erste Halbjahr einen kumulierten ordentlichen Gewinn von ¥20.900 Mio. (+33,6%) und einen Nettogewinn von ¥14.300 Mio. (+25,6%) an, entsprechend einem EPS von ¥62,21; für das Gesamtjahr stellt sie einen ordentlichen Gewinn von ¥42.100 Mio. (+45,0%) und einen Nettogewinn von ¥28.500 Mio. (+33,8%) in Aussicht, entsprechend einem EPS von ¥123,98. Bemerkenswert: die Bank veröffentlicht keine Prognosezeile für die ordentlichen Erträge — nur Gewinn- und Pro-Aktie-Kennzahlen. Das Quartal hat bereits rund 68% des Halbjahresziels beim ordentlichen Gewinn und 69% des Zwischen-Nettogewinnziels erreicht, was das Management weitgehend als Zeiteffekt erklärte: die Vereinnahmung von Aktiendividenden konzentriert sich auf das Quartal April bis Juni. Gemessen am Jahresziel entsprechen die ¥9.937 Mio. Nettogewinn des ersten Quartals rund 35% des Plans. Das Management verzichtete auf eine Anpassung und verwies auf die Möglichkeit steigender Kreditrisikokosten je nach Konjunktur-, Preis- und Finanzumfeld. Der Konzern berichtet als ein einziges Bankensegment und unterhält kein Handelskonto; der Quartalskonzernabschluss wurde keiner Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer oder eine Prüfungsgesellschaft unterzogen.

The Shiga Bank — Kennzahlen Q1 FY3/2027 (J-GAAP, konsolidiert)
KennzahlQ1 FY3/2027Q1 FY3/2026Veränderung ggü. Vorjahr
Ordentliche Erträge (¥ Mio.)45.68634.984+30,6%
Ordentlicher Gewinn (¥ Mio.)14.3019.330+53,3%
Den Eigentümern zurechenbarer Nettogewinn (¥ Mio.)9.9376.739+47,4%
Gesamtergebnis (¥ Mio.)140.08314.172+888,5%
Unverwässertes EPS (¥, Basis nach Split)43,2329,25+47,8%
Bilanzsumme (¥ Mio., ggü. 31.03.2026)7.943.8927.669.084+3,6%
Nettovermögen (¥ Mio., ggü. 31.03.2026)645.660509.025+26,8%
Eigenkapitalquote (%, bankeigene Kennzahl)8,16,6+1,5 Pp.
Jahresdividende (¥, Prognose FY3/27 vs. Ist FY3/26)50,00140,00Nach vs. vor Split

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