Nomura Holdings, Inc. (TSE: 8604), Japans größte Wertpapiergruppe und eines der wenigen japanischen Finanzinstitute, das nach US-GAAP bilanziert, hat den Konzernabschluss für das erste Quartal des im März 2027 endenden Geschäftsjahres vorgelegt — die drei Monate vom 1. April bis 30. Juni 2026. Das Unternehmen, dessen Aktien sowohl an der Börse Tokio als auch an der Börse Nagoya notiert sind, meldete Gesamterträge von ¥1.371.708 Mio. (+18,6%) und Nettoerträge — Erträge nach Zinsaufwand — von ¥686.714 Mio. (+31,2%). Das Ergebnis vor Steuern stieg um 32,0% auf ¥211.539 Mio., der den Aktionären von Nomura Holdings zurechenbare Nettogewinn um 39,2% auf ¥145.561 Mio. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei ¥49,90 nach ¥35,19 im Vorjahr, das verwässerte bei ¥48,34 nach ¥34,04, und die annualisierte Eigenkapitalrendite erreichte 15,4% nach 12,0%.
Getragen wurde das Quartal von Provisionen und Handel, nicht von Finanzerträgen
Die Lücke zwischen dem Plus von 18,6% bei den Gesamterträgen und dem Plus von 31,2% bei den Nettoerträgen erzählt die Geschichte der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Finanzerträge — mit ¥698.543 Mio. die größte Bruttoposition — wuchsen nur um 7,5%, und weil der Zinsaufwand um 8,2% auf ¥684.994 Mio. stieg, steuerte dieses Paar netto so gut wie nichts bei. Das Wachstum kam aus den Provisions- und Handelspositionen: Provisionen legten um 27,4% auf ¥128.178 Mio. zu, Investmentbanking-Gebühren um 46,6% auf ¥56.236 Mio., Vermögensverwaltungs- und Portfolioservicegebühren um 74,5% auf ¥162.054 Mio. und das Nettohandelsergebnis um 61,9% auf ¥230.292 Mio. Einziger Schwachpunkt waren Gewinne aus Private-Equity- und Fremdkapitalinvestments, die um 91,1% auf ¥564 Mio. einbrachen. Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen um 30,9% auf ¥475.175 Mio. und damit weitgehend im Gleichschritt mit den Nettoerträgen: Der Personalaufwand, der größte Kostenblock, wuchs um 27,1% auf ¥236.764 Mio., während gezahlte Provisionen und Handelsgebühren um 66,0% auf ¥74.335 Mio. sprangen.
Segmententwicklung: Wholesale und Investment Management vorn
Auf der unternehmenseigenen Segmentbasis — die Gewinne und Verluste aus bestimmten zu operativen Zwecken gehaltenen Beteiligungspapieren ausklammert — stiegen die Nettoerträge um 30,1% auf ¥681.177 Mio., die zinsunabhängigen Aufwendungen um 30,9% auf ¥475.175 Mio. und das Ergebnis vor Steuern um 28,4% auf ¥206.002 Mio. Größter Einzelbeitrag kam von der Sparte Wholesale: Die Nettoerträge stiegen um 41,4% auf ¥369.097 Mio. bei einem Kostenanstieg von nur 25,8%, was das Vorsteuerergebnis mit ¥93.328 Mio. mehr als verdoppelte (+122,7%). Investment Management hätte seine Erträge beinahe verdoppelt: Nettoerträge +94,4% auf ¥98.314 Mio., Vorsteuerergebnis +109,0% auf ¥44.987 Mio.; das verwaltete Vermögen belief sich Ende Juni auf ¥156,4 Bio. Wealth Management steigerte die Nettoerträge um 37,5% auf ¥145.417 Mio. bei einem Kostenanstieg von nur 10,9%, sodass das Vorsteuerergebnis um 83,4% auf ¥71.076 Mio. zulegte — das deutlichste Beispiel für operative Hebelwirkung im Konzern. Banking blieb zurück: Die Nettoerträge stiegen um 18,7% auf ¥15.244 Mio., die Kosten mit 25,8% jedoch schneller, sodass das Vorsteuerergebnis mit ¥3.636 Mio. praktisch unverändert blieb (+0,6%). Die vier Sparten zusammen erwirtschafteten ein Vorsteuerergebnis von ¥213.027 Mio. (+101,3%), dem in der Spalte „Sonstiges" ein Vorsteuerverlust von ¥7.025 Mio. gegenüberstand. Das Unternehmen weist darauf hin, dass die Überleitung zwischen US-GAAP- und Segmentzahlen auf Seite 10 des Kurzberichts zu finden ist.
Eine Bilanz, die in drei Monaten um ¥5,6 Bio. gewachsen ist
Die Bilanzsumme belief sich zum Quartalsende auf ¥68.224.010 Mio., ein Plus von ¥5.578.085 Mio. gegenüber ¥62.645.925 Mio. zum Geschäftsjahresende im März 2026 — ein Anstieg, den das Management vor allem auf höhere Handelsaktiva zurückführte, die von ¥26.128.073 Mio. auf ¥28.837.153 Mio. stiegen. Die Verbindlichkeiten wuchsen um ¥5.439.287 Mio. auf ¥64.230.297 Mio., getrieben von Handelspassiva, während das Gesamteigenkapital um ¥138.798 Mio. auf ¥3.993.713 Mio. zulegte. Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag bei ¥3.834.275 Mio. nach ¥3.707.868 Mio. drei Monate zuvor, der Buchwert je Aktie verbesserte sich von ¥1.277,99 auf ¥1.311,94. Weil die Aktivseite deutlich schneller wuchs als das Eigenkapital, sank die Eigenkapitalquote von 5,9% auf 5,6% — ein absolut niedriger Wert, der für eine von Handelspositionen und besicherter Refinanzierung geprägte Wertpapierbilanz normal ist, den man neben dem Gewinnwachstum aber nennen sollte. Die eigenen Aktien sanken von 187.225.377 auf 165.970.352, die durchschnittliche Aktienzahl des Quartals lag bei 2.917.278.407 nach 2.971.653.091 im Vorjahr.
Das Gesamtergebnis hat sich fast verdreifacht
Das Gesamtergebnis stieg um 186,4% auf ¥176.502 Mio. von ¥61.629 Mio. und übertraf damit das Plus von 39,2% beim ausgewiesenen Nettogewinn deutlich — ein Hinweis auf hohe unrealisierte Gewinne außerhalb der Ergebnisrechnung. Der Umschwung stammt fast vollständig aus der Währungsumrechnung: Die Umrechnungsdifferenzen steuerten in diesem Quartal ¥40.273 Mio. positiv bei nach ¥39.600 Mio. negativ im Vorjahr. Teilweise gegenläufig wirkten Anpassungen des eigenen Kreditrisikos mit minus ¥17.069 Mio. nach minus ¥2.432 Mio. sowie Anpassungen leistungsorientierter Pensionspläne mit minus ¥3.051 Mio. Das den Aktionären von Nomura Holdings zurechenbare Gesamtergebnis betrug ¥164.279 Mio. (+181,9%). Die Abschreibungen des Quartals beliefen sich auf ¥21.715 Mio. nach ¥15.407 Mio.
Keine Ergebnisprognose — und auch keine Dividendenprognose
Nomura veröffentlicht keine Jahresprognose, und dieses Quartal bildet keine Ausnahme. Das Unternehmen erklärt, es betreibe ein diversifiziertes Investment- und Finanzdienstleistungsgeschäft an den Kapitalmärkten zahlreicher Länder, und diese Märkte seien mit verschiedenen Unsicherheiten aus der Wirtschaftslage und dem Marktumfeld behaftet; aus diesem Grund verzichte es auf eine Ergebnisprognose. Dieselbe Begründung gilt für die Dividende: Für das Geschäftsjahr bis März 2027 wird weder eine Zwischen- noch eine Schlussdividende angegeben. Für das im März 2026 beendete Geschäftsjahr zahlte das Unternehmen eine Zwischendividende von ¥27,00 und eine Schlussdividende von ¥24,00, insgesamt also ¥51,00 je Aktie. Der diesem Bericht beigefügte Quartalskonzernabschluss wurde nicht von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Prüfungsgesellschaft geprüft; Nomura erklärt, eine solche prüferische Durchsicht freiwillig einzuholen und am 6. August 2026 eine Fassung des Kurzberichts mit beigefügtem Prüfungsbericht zu veröffentlichen.
| Kennzahl | Q1 FY3/2027 | Q1 FY3/2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamterträge (¥ Mrd.) | 1.371,71 | 1.156,59 | +18,6% |
| Nettoerträge nach Zinsaufwand (¥ Mrd.) | 686,71 | 523,32 | +31,2% |
| Zinsunabhängige Aufwendungen (¥ Mrd.) | 475,18 | 363,03 | +30,9% |
| Ergebnis vor Steuern (¥ Mrd.) | 211,54 | 160,28 | +32,0% |
| Den NHI-Aktionären zurechenbarer Nettogewinn (¥ Mrd.) | 145,56 | 104,57 | +39,2% |
| Gesamtergebnis (¥ Mrd.) | 176,50 | 61,63 | +186,4% |
| Unverwässertes EPS (¥) | 49,90 | 35,19 | +41,8% |
| Verwässertes EPS (¥) | 48,34 | 34,04 | +42,0% |
| Annualisierte Eigenkapitalrendite (%) | 15,4 | 12,0 | +3,4 Pp. |
| Bilanzsumme (¥ Bio., 30. Juni vs. 31. März 2026) | 68,22 | 62,65 | +8,9% |
| Eigenkapitalquote (%, 30. Juni vs. 31. März 2026) | 5,6 | 5,9 | −0,3 Pp. |
| Buchwert je Aktie (¥, 30. Juni vs. 31. März 2026) | 1.311,94 | 1.277,99 | +2,7% |
| Jahresdividende (¥, Prognose FY3/27 vs. Ist FY3/26) | Keine Angabe | 51,00 | — |
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