Der Auftragseingang hat sich mehr als verdoppelt, der Umsatz kaum bewegt
Die Dai-Dan Co., Ltd. (TSE: 1980), ein in Osaka ansässiger Gebäudetechnik-Auftragnehmer, dessen einziges ausgewiesenes Geschäft Installationsarbeiten für Gebäudeausrüstung sind — Klima- und Sanitärtechnik sowie Elektrotechnik —, veröffentlichte am 5. August 2026 den Konzernabschluss für das erste Quartal, die drei Monate vom 1. April bis zum 30. Juni 2026, nach japanischer Rechnungslegung. Der Umsatz, bei Dai-Dan die Nettoerlöse aus fertiggestellten Bauaufträgen, stieg um 2,4% auf 61.601 Mio. Yen, das Betriebsergebnis um 12,7% auf 10.932 Mio. Yen und das ordentliche Ergebnis um 12,2% auf 11.292 Mio. Yen, während der den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Gewinn um 4,6% auf 6.571 Mio. Yen sank, entsprechend 50,79 Yen je Aktie nach 53,51 Yen. Der Quartalsabschluss wurde vom Abschlussprüfer auf freiwilliger Basis prüferisch durchgesehen.
Die prägende Zahl des Quartals steht im Auftragsbuch, nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Auftragseingang stieg um 84.684 Mio. Yen oder 127,4% auf 151.176 Mio. Yen — bereits 42,0% der 360.000 Mio. Yen, die das Unternehmen im gesamten GJ3/2027 hereinholen will. Beide Bereiche trugen dazu bei: Die Aufträge in der Klima- und Sanitärtechnik stiegen um 111,7% auf 119.444 Mio. Yen, die in der Elektrotechnik um 215,0% auf 31.731 Mio. Yen, womit der Anteil der Elektrotechnik am Gesamtvolumen von 15,1% auf 21,0% stieg. Nach Art der Arbeiten stiegen die Aufträge für Industrieanlagen um 126,8% auf 64.340 Mio. Yen, die Auslandsaufträge um 222,9% auf 27.651 Mio. Yen und die Renovierungsaufträge um 32,2% auf 40.923 Mio. Yen; der Bericht weist darauf hin, dass sich diese drei Kategorien überschneiden und daher nicht die Gesamtsumme ergeben. Einen Grund für den Sprung beim Auftragseingang nennt er nicht.
Der Auftragsbestand übersteigt nun anderthalb Jahre des prognostizierten Umsatzes
Da der Auftragseingang fast das Zweieinhalbfache des Umsatzes erreichte, türmte sich die vorzutragende Arbeit auf. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. Juni 2026 auf 444.848 Mio. Yen, ein Plus von 68,0% gegenüber 264.744 Mio. Yen ein Jahr zuvor. Der Bestand in der Klima- und Sanitärtechnik stieg um 51,8% auf 351.024 Mio. Yen, der in der Elektrotechnik um 179,8% auf 93.824 Mio. Yen. Der Auslandsbestand hat sich mit einem Plus von 129,4% auf 86.954 Mio. Yen mehr als verdoppelt, während Industrieanlagen um 23,6% auf 171.497 Mio. Yen und Renovierungen um 33,4% auf 103.542 Mio. Yen zulegten. Der Gesamtbestand entspricht etwa dem 1,7-Fachen der für das Gesamtjahr prognostizierten 265.000 Mio. Yen Umsatz.
Umsatz plus 2,4%, Herstellungskosten minus 0,9% — die Marge hat die Arbeit gemacht
In der Gewinn- und Verlustrechnung geht es um Marge, nicht um Volumen. Der Umsatz stieg um 1.454 Mio. Yen, doch die Kosten der fertiggestellten Bauleistungen sanken um 0,9% von 45.537 Mio. Yen auf 45.147 Mio. Yen; der Rohertrag stieg deshalb um 12,6% auf 16.454 Mio. Yen, und die Rohmarge weitete sich von 24,3% auf 26,7%. Der Bericht führt den Anstieg des Rohertrags auf den höheren Umsatz zurück; die Rechnung zeigt, dass der größte Teil aus der niedrigeren Kostenquote stammt, die der Bericht nicht erläutert. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen um 12,6% auf 5.522 Mio. Yen, ebenso schnell wie der Rohertrag, sodass das Betriebsergebnis um 12,7% wuchs und die operative Marge von 16,1% auf 17,7% stieg.
Innerhalb der fertiggestellten Bauleistungen entwickelten sich die beiden Bereiche gegenläufig: Der Umsatz der Klima- und Sanitärtechnik stieg um 4,1% auf 50.661 Mio. Yen, der der Elektrotechnik sank um 4,8% auf 10.940 Mio. Yen. Nach Art der Arbeiten stieg der Renovierungsumsatz um 51,7% auf 25.365 Mio. Yen, womit sein Anteil an den fertiggestellten Bauleistungen von 27,8% auf 41,2% zunahm; der Auslandsumsatz stieg um 27,9% auf 6.837 Mio. Yen, der Umsatz mit Industrieanlagen sank um 4,3% auf 32.757 Mio. Yen. Einen Zusammenhang zwischen dieser Verschiebung im Mix und der Marge stellt der Bericht nicht her.
Unterhalb des Betriebsergebnisses holten die Steuern den Zuwachs zurück
Die nicht operativen Posten bewegten sich kaum: Erträge von 427 Mio. Yen nach 424 Mio. Yen, darunter Dividenden von 147 Mio. Yen, Versicherungsleistungen von 150 Mio. Yen und ein Währungsgewinn von 82 Mio. Yen, sowie Aufwendungen von 66 Mio. Yen nach 61 Mio. Yen. Das ordentliche Ergebnis stieg daher um 12,2%, im Gleichschritt mit dem Betriebsergebnis, und bei vernachlässigbaren außerordentlichen Posten lag das Ergebnis vor Steuern bei 11.296 Mio. Yen, ebenfalls plus 12,2%. Die Ertragsteuern stiegen jedoch um 49,3% auf 4.686 Mio. Yen — laufende Steuern von 2.178 Mio. Yen nach 1.415 Mio. Yen und latente Steueranpassungen von 2.507 Mio. Yen nach 1.722 Mio. Yen —, wodurch die Steuerbelastung von 31,2% auf 41,5% des Ergebnisses vor Steuern stieg. Das Periodenergebnis sank um 4,6% auf 6.610 Mio. Yen, und nach 38 Mio. Yen für nicht beherrschende Anteile betrug der den Anteilseignern zurechenbare Gewinn 6.571 Mio. Yen. Der Bericht stellt den Rückgang nur als Ergebnis dieser Steuerposten dar und nennt keinen Grund für die höhere Belastung.
Das Ergebnis je Aktie sank um 5,1%, etwas stärker als der Nettogewinn, weil die durchschnittliche Zahl der ausstehenden Aktien von 128.670.427 auf 129.390.433 stieg. Der Vorjahreswert ist an den Aktiensplit im Verhältnis drei zu eins vom 1. Januar 2026 angepasst. Das Gesamtergebnis stieg um 14,3% auf 7.136 Mio. Yen, da das sonstige Ergebnis auf +526 Mio. Yen nach −684 Mio. Yen drehte, angeführt von einem Bewertungsgewinn von 556 Mio. Yen auf Wertpapiere.
Forderungen eingezogen, Anzahlungen erhalten, eine kleinere Bilanz
Die Bilanzsumme sank um 6,2% auf 217.728 Mio. Yen von 232.074 Mio. Yen zum 31. März 2026, vor allem weil die Wechsel- und Kundenforderungen aus fertiggestellten Aufträgen um 16.834 Mio. Yen oder 21,5% zurückgingen. Die Verbindlichkeiten sanken schneller, um 14,4% auf 84.940 Mio. Yen: Die Verbindlichkeiten aus Bauleistungen fielen um 25,3%, die Ertragsteuerverbindlichkeiten von 8.196 Mio. Yen auf 2.419 Mio. Yen und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten von 25.368 Mio. Yen auf 4.584 Mio. Yen, während die erhaltenen Anzahlungen auf unfertige Aufträge von 10.646 Mio. Yen auf 18.790 Mio. Yen stiegen. Das Nettovermögen blieb mit 132.787 Mio. Yen, minus 0,1%, nahezu unverändert, da die Gewinnrücklagen trotz des Quartalsgewinns um 719 Mio. Yen sanken; der Bericht schlüsselt die Abzüge nicht auf. Bei schrumpfender Bilanz und unverändertem Eigenkapital stieg die Eigenkapitalquote von 56,2% auf 59,9%. Den Barmitteln und Einlagen von 82.576 Mio. Yen standen Finanzverbindlichkeiten von insgesamt 3.343 Mio. Yen gegenüber. Eine Kapitalflussrechnung wurde für das Quartal nicht erstellt; die Abschreibungen beliefen sich auf 442 Mio. Yen nach 328 Mio. Yen.
Prognose unverändert, Dividende soll auf 85 Yen steigen
Dai-Dan bestätigte die am 13. Mai 2026 veröffentlichte Prognose für GJ3/2027: Umsatz von 265.000 Mio. Yen (+3,4%), Betriebsergebnis von 36.000 Mio. Yen (+4,4%), ordentliches Ergebnis von 36.500 Mio. Yen (+2,0%) und ein den Anteilseignern zurechenbarer Gewinn von 27.300 Mio. Yen (+2,0%), entsprechend 211,42 Yen je Aktie, bei einem Auftragseingang von 360.000 Mio. Yen. Das erste Quartal lieferte 23,2% des prognostizierten Umsatzes, 30,4% des prognostizierten Betriebsergebnisses und 24,1% des prognostizierten Nettogewinns. Die ebenfalls unveränderte Einzelprognose sieht einen Umsatz von 240.000 Mio. Yen (+4,6%) und einen Nettogewinn von 27.000 Mio. Yen (+2,7%) bei Aufträgen von 325.000 Mio. Yen vor.
Die Dividendenprognose bleibt bei 42,00 Yen zur Zwischendividende und 43,00 Yen zum Jahresende, insgesamt 85,00 Yen. Wegen des Aktiensplits weist der Bericht die Dividende für GJ3/2026 mit 82,00 Yen vor dem Split zur Zwischendividende und 56,00 Yen nach dem Split zum Jahresende aus; splitbereinigt nennt er 27,33 Yen und 56,00 Yen, zusammen 83,33 Yen, womit die Prognose um 2,0% höher liegt. Beim prognostizierten Ergebnis je Aktie von 211,42 Yen entsprechen 85,00 Yen einer Ausschüttungsquote von rund 40%.
| Kennzahl | Q1 GJ3/2027 | Q1 GJ3/2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang (Mio. ¥) | 151.176 | 66.492 | +127,4 % |
| Umsatz (Mio. ¥) | 61.601 | 60.147 | +2,4 % |
| Rohertrag (Mio. ¥) | 16.454 | 14.610 | +12,6 % |
| Rohmarge | 26,7 % | 24,3 % | +2,4 pp |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥) | 5.522 | 4.906 | +12,6 % |
| Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 10.932 | 9.703 | +12,7 % |
| Operative Marge | 17,7 % | 16,1 % | +1,6 pp |
| Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 11.292 | 10.066 | +12,2 % |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. ¥) | 11.296 | 10.069 | +12,2 % |
| Ertragsteuern (Mio. ¥) | 4.686 | 3.138 | +49,3 % |
| Konzernergebnis (Anteil der Muttergesellschaft) (Mio. ¥) | 6.571 | 6.885 | −4,6 % |
| Gesamtergebnis (Mio. ¥) | 7.136 | 6.246 | +14,3 % |
| Ergebnis je Aktie (¥) | 50,79 | 53,51 | −5,1 % |
| Klima- und Sanitärtechnik — Auftragseingang (Mio. ¥) | 119.444 | 56.419 | +111,7 % |
| Klima- und Sanitärtechnik — Umsatz (Mio. ¥) | 50.661 | 48.649 | +4,1 % |
| Klima- und Sanitärtechnik — Auftragsbestand (Mio. ¥) | 351.024 | 231.206 | +51,8 % |
| Elektrotechnik — Auftragseingang (Mio. ¥) | 31.731 | 10.072 | +215,0 % |
| Elektrotechnik — Umsatz (Mio. ¥) | 10.940 | 11.497 | −4,8 % |
| Elektrotechnik — Auftragsbestand (Mio. ¥) | 93.824 | 33.538 | +179,8 % |
| Auftragsbestand (Mio. ¥) | 444.848 | 264.744 | +68,0 % |
| Bilanzsumme (Mio. ¥) | 217.728 | 232.074 | −6,2 % |
| Nettovermögen (Mio. ¥) | 132.787 | 132.879 | −0,1 % |
| Eigenkapitalquote | 59,9 % | 56,2 % | +3,7 pp |
| Prognose GJ3/2027 — Auftragseingang (Mio. ¥) | 360.000 | — | — |
| Prognose GJ3/2027 — Umsatz (Mio. ¥) | 265.000 | — | +3,4 % |
| Prognose GJ3/2027 — Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 36.000 | — | +4,4 % |
| Prognose GJ3/2027 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 36.500 | — | +2,0 % |
| Prognose GJ3/2027 — Periodenergebnis (Mio. ¥) | 27.300 | — | +2,0 % |
| Prognose GJ3/2027 — Ergebnis je Aktie (¥) | 211,42 | — | — |
| Jahresdividende je Aktie (¥) | 85,00 | 83,33 | +2,0 % |
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