Obayashi steigert Betriebsergebnis im ersten Quartal um 107% auf 32.700 Mio. Yen – dank Hochbau im Inland und Immobilienverkäufen

Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis zum 30. Juni 2026 um 19,0% auf 623.429 Mio. Yen, während sich das Betriebsergebnis mit einem Plus von 107,0% auf 32.700 Mio. Yen mehr als verdoppelte: Die meisten mit Verlustrückstellungen belasteten Hochbauprojekte im Inland wurden abgeschlossen, und Immobilienverkäufe hoben das Immobilienergebnis. Der den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Gewinn stieg um 116,3% auf 39.091 Mio. Yen, gestützt auf höhere Gewinne aus dem Verkauf strategischer Beteiligungen, und Obayashi hielt an seiner Jahresprognose für das Betriebsergebnis von 180.000 Mio. Yen fest.

Ergebnisübersicht Obayashi Corporation Q1 GJ3/2027

Umsatz plus 19,0%, Betriebsergebnis plus 107,0%

Die Obayashi Corporation (TSE: 1802), ein Generalunternehmer, dessen Geschäft Hochbau und Tiefbau im In- und Ausland sowie Immobilien umfasst, veröffentlichte am 7. August 2026 den Konzernabschluss für das erste Quartal des im März 2027 endenden Geschäftsjahres – die drei Monate vom 1. April bis zum 30. Juni 2026 – nach japanischer Rechnungslegung. Der Umsatz stieg um 19,0% auf 623.429 Mio. Yen, das Betriebsergebnis um 107,0% auf 32.700 Mio. Yen, das ordentliche Ergebnis um 98,2% auf 36.468 Mio. Yen und der den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Gewinn um 116,3% auf 39.091 Mio. Yen. Das Ergebnis je Aktie betrug 56,87 Yen nach 25,59 Yen.

Der Bericht führt den Umsatzanstieg auf den planmäßigen Fortschritt eines umfangreichen Auftragsbestands im inländischen Hochbau, im inländischen Tiefbau und im ausländischen Tiefbau zurück, ferner auf die Konsolidierung von GCON, einem im Dezember 2025 erworbenen und im Segment Hochbau Ausland ausgewiesenen Unternehmen, sowie auf Immobilienverkäufe. Der Umsatz aus fertiggestellten Bauleistungen stieg um 16,3% auf 577.492 Mio. Yen, der Umsatz aus Immobiliengeschäft und Sonstigem um 67,8% auf 45.937 Mio. Yen. Die Margen bewegten sich stärker als das Volumen. Die Rohmarge der fertiggestellten Bauleistungen weitete sich von 9,8% auf 11,1%, die Immobilien-Rohmarge von 21,0% auf 28,9%; der gesamte Rohertrag stieg daher um 42,8% auf 77.538 Mio. Yen und die Gesamt-Rohmarge von 10,4% auf 12,4%. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten wuchsen mit 16,4% auf 44.838 Mio. Yen langsamer als der Umsatz. Sie zehrten 6.323 Mio. Yen des Rohertragszuwachses von 23.225 Mio. Yen auf, und die operative Marge stieg von 3,0% auf 5,2%.

Hochbau Inland und Immobilien lieferten fast den gesamten Zuwachs

Die Segmentzahlen sind Umsätze mit externen Kunden und das darauf entfallende Betriebsergebnis – die Grundlage der ergänzenden Tabellen des Berichts, auf der sich die Segmente zu den Konzernsummen addieren. Hochbau Inland, das größte Segment, steigerte den Umsatz um 16,3% auf 264.387 Mio. Yen und das Betriebsergebnis um 165,0% auf 13.254 Mio. Yen; die Marge stieg von 2,2% auf 5,0%. Laut Bericht wurden die meisten inländischen Hochbauprojekte, für die Rückstellungen für drohende Verluste aus Bauaufträgen gebildet worden waren, weitgehend fertiggestellt, und profitable Projekte trugen stärker bei. Der Umsatz im Segment Immobilien verdreifachte sich nahezu, plus 191,8% auf 30.488 Mio. Yen, und das Betriebsergebnis stieg durch Immobilienverkäufe um 562,1% auf 9.538 Mio. Yen. Zusammen steuerten beide Segmente 16.351 Mio. Yen Betriebsergebnis bei, bei einem Konzernzuwachs von 16.902 Mio. Yen.

Die übrigen Segmente entwickelten sich uneinheitlich. Im Hochbau Ausland stieg der Umsatz um 13,7% auf 130.608 Mio. Yen, in einem Zeitraum, der GCON bereits enthielt, doch das Betriebsergebnis sank um 54,1% auf 1.328 Mio. Yen, eine Marge von 1,0% nach 2,5%; einen Grund nennt der Bericht nicht. Die Goodwill-Abschreibungen des Konzerns stiegen auf 813 Mio. Yen von 424 Mio. Yen, ohne Aufteilung nach Segmenten. Der Tiefbau Inland steigerte den Umsatz um 13,9% auf 102.904 Mio. Yen und das Betriebsergebnis um 53,7% auf 4.738 Mio. Yen, der Tiefbau Ausland den Umsatz um 24,5% auf 79.592 Mio. Yen und das Betriebsergebnis um 55,2% auf 3.532 Mio. Yen. In den sonstigen Geschäften, zu denen PFI-Projekte, erneuerbare Energien und Finanzdienstleistungen gehören, sank der Umsatz um 8,7% auf 15.449 Mio. Yen und das Betriebsergebnis um 72,1% auf 307 Mio. Yen.

Unterhalb des Betriebsergebnisses brachten Aktienverkäufe 20.064 Mio. Yen

Die nicht betrieblichen Erträge stiegen auf 5.401 Mio. Yen von 4.232 Mio. Yen, die nicht betrieblichen Aufwendungen blieben mit 1.632 Mio. Yen stabil; das ordentliche Ergebnis lag damit 3.768 Mio. Yen über dem Betriebsergebnis und stieg um 98,2% auf 36.468 Mio. Yen. Die außerordentlichen Erträge beliefen sich auf 20.110 Mio. Yen nach 8.938 Mio. Yen, fast vollständig Gewinne aus dem Verkauf von Finanzanlagen in Höhe von 20.064 Mio. Yen nach 8.585 Mio. Yen; der Bericht nennt höhere Gewinne aus dem Verkauf strategischer Beteiligungen als einen Faktor für das Nettoergebnis. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 106,4% auf 56.277 Mio. Yen. Die Ertragsteuern von 16.135 Mio. Yen entsprachen 28,7% des Vorsteuerergebnisses nach 31,9% im Vorjahr, und auf nicht beherrschende Anteile entfielen 1.050 Mio. Yen nach 507 Mio. Yen. Das Ergebnis je Aktie stieg um 122,2% und damit stärker als der Nettogewinn, weil die durchschnittliche Zahl umlaufender Aktien auf 687.420.953 von 706.249.614 sank.

Das Gesamtergebnis stieg auf 18.708 Mio. Yen von 4.637 Mio. Yen, erreichte aber weniger als die Hälfte des Quartalsergebnisses von 40.142 Mio. Yen, weil das sonstige Ergebnis einen Verlust von 21.433 Mio. Yen auswies. Größter Posten war ein Rückgang der Bewertungsdifferenz auf zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere um 23.799 Mio. Yen – in einem Quartal, in dem laut Bericht auch die Finanzanlagen durch den Verkauf strategischer Beteiligungen zurückgingen.

Konzernaufträge minus 7,2%, Aufträge der Muttergesellschaft plus 54,2%

Der Konzern-Auftragseingang, den der Bericht nur in Hundert-Millionen-Yen-Einheiten ausweist, betrug 577,5 Mrd. Yen, 7,2% weniger als die 622,0 Mrd. Yen des Vorjahres. Der Rückgang entfiel auf den Hochbau Ausland, dessen Aufträge auf 39,0 Mrd. Yen von 234,5 Mrd. Yen fielen, während die Aufträge im Hochbau Inland um 75,1% auf 306,8 Mrd. Yen stiegen. Bei der Muttergesellschaft stieg der Auftragseingang um 54,2% auf 358.545 Mio. Yen; die Hochbauaufträge der inländischen öffentlichen Hand betrugen 132.897 Mio. Yen nach 1.901 Mio. Yen im Vorjahr. Der Auftragsbestand der Muttergesellschaft lag am 30. Juni 2026 bei 2.912.356 Mio. Yen, 7,5% über dem Vorjahreswert und kaum verändert gegenüber 2.910.999 Mio. Yen am 31. März 2026.

Im Einzelabschluss stieg der Umsatz um 17,5% auf 357.188 Mio. Yen und das Betriebsergebnis um 108,2% auf 15.066 Mio. Yen, doch das ordentliche Ergebnis sank um 4,0% auf 37.702 Mio. Yen, weil die Zins- und Dividendenerträge auf 22.396 Mio. Yen von 32.269 Mio. Yen zurückgingen. Der Nettogewinn im Einzelabschluss stieg um 11,4% auf 46.631 Mio. Yen.

Die Bilanz schrumpfte mit sinkenden Forderungen und Wertpapierbeständen

Die Bilanzsumme sank um 2,6% auf 3.063.036 Mio. Yen von 3.143.449 Mio. Yen am 31. März 2026. Kassenbestand und Bankguthaben stiegen auf 457.543 Mio. Yen von 430.885 Mio. Yen, doch die Wechsel- und Forderungsbestände aus fertiggestellten Bauleistungen fielen auf 976.366 Mio. Yen von 1.083.224 Mio. Yen und die Finanzanlagen auf 301.692 Mio. Yen von 339.322 Mio. Yen, was der Bericht teils auf den Verkauf strategischer Beteiligungen zurückführt. Die Verbindlichkeiten sanken vor allem wegen geringerer Bauverbindlichkeiten um 3,5% auf 1.763.294 Mio. Yen; die verzinslichen Schulden betrugen 342,8 Mrd. Yen nach 344,0 Mrd. Yen. Das Nettovermögen sank um 1,3% auf 1.299.742 Mio. Yen: Die Gewinnrücklagen stiegen, die Bewertungsdifferenz auf Wertpapiere fiel jedoch auf 123.936 Mio. Yen von 147.730 Mio. Yen. Da die Verbindlichkeiten stärker sanken als das Eigenkapital, stieg die Eigenkapitalquote von 40,0% auf 40,6%. Eine Kapitalflussrechnung für das Quartal wurde nicht erstellt; die Abschreibungen betrugen 9.285 Mio. Yen nach 8.550 Mio. Yen.

Die Jahresprognose sieht weiterhin einen geringeren Gewinn vor

Obayashi hielt an der am 13. Mai 2026 veröffentlichten Prognose für GJ3/2027 fest: Umsatz 2.945.000 Mio. Yen (+13,9%), Betriebsergebnis 180.000 Mio. Yen (−7,5%), ordentliches Ergebnis 183.000 Mio. Yen (−10,4%) und den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbarer Gewinn 157.000 Mio. Yen (−9,6%), entsprechend 228,39 Yen je Aktie. Das erste Quartal erreichte 21,2% des prognostizierten Umsatzes, 18,2% des prognostizierten Betriebsergebnisses und 24,9% des prognostizierten Nettogewinns. Für die Prognose des Betriebsergebnisses sind in den verbleibenden neun Monaten 147.300 Mio. Yen nötig, gegenüber 178.880 Mio. Yen in denselben neun Monaten des GJ3/2026, als das Betriebsergebnis des Gesamtjahres 194.678 Mio. Yen betrug. Die Segmentprognose des Berichts verortet den Rückgang im Hochbau Inland, dessen Betriebsergebnis um 21,2% auf 82.000 Mio. Yen von 104.088 Mio. Yen sinken soll – mehr als der gesamte erwartete Rückgang des Konzerns. Einen Grund für diese Prognose nennt das Dokument nicht.

Auch die Dividendenprognose blieb unverändert: 47,00 Yen zum zweiten Quartal und 47,00 Yen zum Jahresende, zusammen 94,00 Yen nach 88,00 Yen für GJ3/2026, ein Plus von 6,8%. Das entspricht rund 41% des prognostizierten Ergebnisses je Aktie.

Obayashi Corporation — Q1 GJ3/2027 (1. April – 30. Juni 2026), japanische Rechnungslegung, konsolidiert. Bilanzzeilen vergleichen den 30. Juni 2026 mit dem 31. März 2026; Prognose- und Dividendenzeilen betreffen das Gesamtjahr GJ3/2027 gegenüber GJ3/2026. „—" bedeutet nicht veröffentlicht.
KennzahlQ1 GJ3/2027Q1 GJ3/2026Veränderung
Umsatz (Mio. ¥)623.429523.763+19,0 %
Umsatz — fertiggestellte Bauleistungen (Mio. ¥)577.492496.392+16,3 %
Umsatz — Immobiliengeschäft und Sonstiges (Mio. ¥)45.93727.370+67,8 %
Rohertrag (Mio. ¥)77.53854.313+42,8 %
Rohmarge12,4 %10,4 %+2,1 pp
Rohmarge — fertiggestellte Bauleistungen11,1 %9,8 %+1,3 pp
Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥)44.83838.515+16,4 %
Betriebsergebnis (Mio. ¥)32.70015.798+107,0 %
Operative Marge5,2 %3,0 %+2,2 pp
Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥)36.46818.396+98,2 %
Ergebnis vor Steuern (Mio. ¥)56.27727.271+106,4 %
Konzernergebnis (Anteil der Muttergesellschaft) (Mio. ¥)39.09118.070+116,3 %
Gesamtergebnis (Mio. ¥)18.7084.637+303,5 %
Ergebnis je Aktie (¥)56,8725,59+122,2 %
Hochbau Inland — Umsatz (Mio. ¥)264.387227.294+16,3 %
Hochbau Inland — Segmentergebnis (Mio. ¥)13.2545.001+165,0 %
Hochbau Ausland — Umsatz (Mio. ¥)130.608114.835+13,7 %
Hochbau Ausland — Segmentergebnis (Mio. ¥)1.3282.896−54,1 %
Tiefbau Inland — Umsatz (Mio. ¥)102.90490.317+13,9 %
Tiefbau Inland — Segmentergebnis (Mio. ¥)4.7383.081+53,7 %
Tiefbau Ausland — Umsatz (Mio. ¥)79.59263.945+24,5 %
Tiefbau Ausland — Segmentergebnis (Mio. ¥)3.5322.276+55,2 %
Immobilien — Umsatz (Mio. ¥)30.48810.448+191,8 %
Immobilien — Segmentergebnis (Mio. ¥)9.5381.440+562,1 %
Sonstige — Umsatz (Mio. ¥)15.44916.922−8,7 %
Sonstige — Segmentergebnis (Mio. ¥)3071.102−72,1 %
Auftragseingang — Muttergesellschaft (Mio. ¥)358.545232.497+54,2 %
Bilanzsumme (Mio. ¥)3.063.0363.143.449−2,6 %
Nettovermögen (Mio. ¥)1.299.7421.316.466−1,3 %
Eigenkapitalquote40,6 %40,0 %+0,6 pp
Prognose GJ3/2027 — Umsatz (Mio. ¥)2.945.000—+13,9 %
Prognose GJ3/2027 — Betriebsergebnis (Mio. ¥)180.000—−7,5 %
Prognose GJ3/2027 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥)183.000—−10,4 %
Prognose GJ3/2027 — Periodenergebnis (Mio. ¥)157.000—−9,6 %
Prognose GJ3/2027 — Ergebnis je Aktie (¥)228,39——
Jahresdividende je Aktie (¥)94,0088,00+6,8 %

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