Der Umsatz sank um 8,8%, die Kosten aber deutlich schneller
Die JMC Corporation (TSE: 5704), die Prototypen und Teile im 3D-Druck und im Metallguss fertigt und industrielle CT-Scans anbietet, veröffentlichte am 13. August 2026 ihre Einzelabschlusszahlen für die erste Hälfte des im Dezember 2026 endenden Geschäftsjahres – die sechs Monate vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 – nach japanischen Rechnungslegungsstandards. Der Umsatz sank um 8,8% auf 1.309 Mio. Yen, dennoch wies das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 29 Mio. Yen nach einem operativen Verlust von 89 Mio. Yen im Vorjahr aus, ein ordentliches Ergebnis von 34 Mio. Yen nach einem Verlust von 94 Mio. Yen und einen Halbjahresgewinn von 25 Mio. Yen nach einem Verlust von 72 Mio. Yen. Das Ergebnis je Aktie betrug 4,54 Yen nach einem Verlust von 13,02 Yen. Als Börsenplatz nennt der Bericht die Tokioter Börse; der Halbjahresbericht wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Wende liegt in den Umsatzkosten. Sie sanken um 20,6% auf 836 Mio. Yen, mehr als doppelt so schnell wie der Umsatz, sodass der Rohertrag bei geringerem Umsatz um 23,5% auf 473 Mio. Yen stieg und sich die Rohmarge von 26,7% auf 36,1% ausweitete. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten gingen um 6,1% auf 443 Mio. Yen zurück, und die operative Marge drehte von −6,2% auf 2,2%. Die Kapitalflussrechnung verweist auf einen gewichtigen Faktor: Die Abschreibungen fielen auf 99 Mio. Yen von 190 Mio. Yen, ein Minus von 47,7%, und laut Bericht senkte die im Geschäftsjahr 2025 verbuchte Wertminderung die Fixkosten im Gussgeschäft. Wie viel der Kostenersparnis auf die Abschreibungen und wie viel auf geringere Mengen entfällt, sagt der Bericht nicht.
Unterhalb des Betriebsergebnisses liefen alle kleinen Posten in die richtige Richtung
Die nicht operativen Erträge stiegen auf 8,2 Mio. Yen von 2,0 Mio. Yen, vor allem durch 5,0 Mio. Yen erhaltene Entschädigungen und einen Währungsgewinn von 2,3 Mio. Yen, während die nicht operativen Aufwendungen auf 3,3 Mio. Yen von 7,0 Mio. Yen sanken, weil der Zinsaufwand auf 2,8 Mio. Yen von 5,1 Mio. Yen zurückging und der Währungsverlust des Vorjahres von 1,9 Mio. Yen entfiel. Damit erreichte das ordentliche Ergebnis 34,3 Mio. Yen. Ein Verlust von 2,7 Mio. Yen aus dem Abgang von Anlagevermögen ließ ein Vorsteuerergebnis von 31,6 Mio. Yen nach einem Vorsteuerverlust von 98,3 Mio. Yen. Die Steuern waren in diesem Jahr ein Aufwand von 6,3 Mio. Yen gegenüber einer Nettogutschrift von 26,1 Mio. Yen im Vorjahr, als eine Anpassung latenter Steuern von 29,9 Mio. Yen den Verlust abfederte; der Halbjahresgewinn belief sich somit auf 25,2 Mio. Yen.
Guss drehte in die Gewinnzone, CT verlor ein Drittel
Die drei Segmente bewegten sich in drei Richtungen. Im Guss, mit 63% des Umsatzes das größte Segment, sank der Umsatz um 8,7% auf 826 Mio. Yen, das Segmentergebnis drehte jedoch auf einen Gewinn von 70 Mio. Yen nach einem Verlust von 74 Mio. Yen. Im 3D-Druck stieg der Umsatz um 8,5% auf 329 Mio. Yen und das Segmentergebnis um 37,5% auf 91 Mio. Yen. Im Segment CT fiel der Umsatz um 32,3% auf 153 Mio. Yen und das Segmentergebnis um 32,8% auf 109 Mio. Yen. Zusammen erwirtschafteten die Segmente 272 Mio. Yen nach 155 Mio. Yen, doch nicht zugeordnete Unternehmenskosten – vor allem allgemeine Verwaltungskosten – zehrten 242 Mio. Yen auf, nach 244 Mio. Yen im Vorjahr, sodass ein Betriebsgewinn von 29 Mio. Yen blieb.
Die Darstellung des Gussgeschäfts im Bericht fällt gemischt aus. Autohersteller im In- und Ausland und ihre Tier-1-Zulieferer brachten Entwicklungsaufträge für Teile rund um Elektrofahrzeuge und den Antriebsstrang, und es gingen Aufträge für große Gussteile für Industrieroboter ein, sowohl Prototypen als auch Ersatzteile. In der späteren Phase des Halbjahres kamen Kundenprojekte jedoch langsamer voran als erwartet und das gesamte Auftragsvolumen sank, während die Nachfrage nach größeren, dünnwandigeren und festeren Gussteilen die Ertragslage erschwerte. Dem hält das Unternehmen entgegen, dass sein Qualitätssicherungssystem weitgehend steht und sich das Segment zusammen mit den nach der Wertminderung 2025 niedrigeren Fixkosten erholt hat. Hersteller allgemeiner Maschinen stellten 62,1% des Gussumsatzes.
Im 3D-Druck verstärkte das Unternehmen das Personal für HEARTROID, seinen eigenen Herzkatheter-Simulator, und nach eigenen Angaben traf es die Nachfrage von Kunden im In- und Ausland, womit das Produkt über dem Vorjahr lag; der Druckdienstleistungsbereich, der von industriellen Prototypenteilen bis zu Modellen für Messen und Veranstaltungen reicht, blieb etwa auf Vorjahresniveau. CT ging zurück, weil das Unternehmen keine großen Scan-Aufträge fand und in diesem Halbjahr keinen CT-Geräteverkauf verbuchte, nachdem im Vorjahreszeitraum einer angefallen war – trotz Messeauftritten, Kundenseminaren, Angeboten für einen kostenlosen ersten Scan und Informationsaustausch mit spezialisierten Handelshäusern.
Forderungen eingezogen, Schulden abgebaut
Die Bilanzsumme sank gegenüber dem 31. Dezember 2025 um 7,2% auf 2.656 Mio. Yen, vor allem weil die Wechsel- und Kundenforderungen auf 261 Mio. Yen von 500 Mio. Yen und die elektronisch registrierten Forderungen auf 7 Mio. Yen von 113 Mio. Yen zurückgingen. Zahlungsmittel und Einlagen stiegen um 139 Mio. Yen auf 564 Mio. Yen. Die Bankverbindlichkeiten sanken auf 491 Mio. Yen von 662 Mio. Yen: Kurzfristige Kredite von 50 Mio. Yen wurden vollständig getilgt, und die langfristigen Darlehen mit Laufzeit über einem Jahr fielen auf 165 Mio. Yen von 286 Mio. Yen. Das Nettovermögen stieg dank des Halbjahresgewinns um 1,8% auf 1.676 Mio. Yen, die Eigenkapitalquote kletterte von 57,5% auf 63,1%.
Der operative Cashflow betrug 386 Mio. Yen nach 368 Mio. Yen, getragen von einem Rückgang der Forderungen um 344 Mio. Yen und 99 Mio. Yen Abschreibungen, bei gezahlten Ertragsteuern von 32 Mio. Yen nach einer Erstattung von 65 Mio. Yen im Vorjahr. Die Investitionsabflüsse schrumpften auf 43 Mio. Yen von 134 Mio. Yen, darunter 36 Mio. Yen für Sachanlagen. Die Finanzierungstätigkeit beanspruchte 203 Mio. Yen: 221 Mio. Yen Tilgung langfristiger Darlehen und eine Nettorückführung kurzfristiger Kredite um 50 Mio. Yen, teilweise ausgeglichen durch 100 Mio. Yen neue langfristige Darlehen.
Prognose unverändert – doch das zweite Halbjahr muss sie tragen
JMC bestätigte die am 13. Februar 2026 veröffentlichte Jahresprognose für GJ12/2026: Umsatz von 3.020 Mio. Yen (−6,3%), Betriebsergebnis von 205 Mio. Yen (+97,9%), ordentliches Ergebnis von 199 Mio. Yen (+96,6%) und Periodengewinn von 132 Mio. Yen bzw. 23,79 Yen je Aktie. Das erste Halbjahr lieferte 43,4% des prognostizierten Umsatzes, aber nur 14,4% des prognostizierten Betriebsergebnisses; für das zweite Halbjahr ergeben sich damit rund 1.710 Mio. Yen Umsatz und 176 Mio. Yen Betriebsergebnis – das Sechsfache der gerade verbuchten 29 Mio. Yen. Das Unternehmen selbst räumt ein, dass das Halbjahr leicht unter seinen Annahmen lag und es die aktuelle Lage prüfen und die Entwicklung genau beobachten muss, ohne das zweite Halbjahr aufzuschlüsseln. Eine Dividende ist nicht vorgesehen: Die Zwischendividende betrug null, und auch zum Jahresende sind null geplant, wie im Geschäftsjahr 2025.
| Kennzahl | H1 GJ12/2026 | H1 GJ12/2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz (Mio. ¥) | 1.309 | 1.435 | −8,8 % |
| Umsatzkosten (Mio. ¥) | 836 | 1.052 | −20,6 % |
| Rohertrag (Mio. ¥) | 473 | 383 | +23,5 % |
| Rohmarge | 36,1 % | 26,7 % | +9,4 pp |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥) | 443 | 472 | −6,1 % |
| Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 29 | −89 | von Verlust zu Gewinn |
| Operative Marge | 2,2 % | −6,2 % | +8,5 pp |
| Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 34 | −94 | von Verlust zu Gewinn |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. ¥) | 31 | −98 | von Verlust zu Gewinn |
| Periodenergebnis (Mio. ¥) | 25 | −72 | von Verlust zu Gewinn |
| Ergebnis je Aktie (¥) | 4,54 | −13,02 | von Verlust zu Gewinn |
| Abschreibungen (Mio. ¥) | 99 | 190 | −47,7 % |
| 3D-Druck — Umsatz (Mio. ¥) | 329 | 303 | +8,5 % |
| 3D-Druck — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 91 | 66 | +37,5 % |
| Guss — Umsatz (Mio. ¥) | 826 | 904 | −8,7 % |
| Guss — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 70 | −74 | von Verlust zu Gewinn |
| CT — Umsatz (Mio. ¥) | 153 | 227 | −32,3 % |
| CT — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 109 | 162 | −32,8 % |
| Nicht zugeordnete Unternehmenskosten (Mio. ¥) | −242 | −244 | −0,6 % |
| Operativer Cashflow (Mio. ¥) | 386 | 368 | +4,9 % |
| Bilanzsumme (Mio. ¥) | 2.656 | 2.863 | −7,2 % |
| Zahlungsmittel und Einlagen (Mio. ¥) | 564 | 425 | +32,8 % |
| Bankverbindlichkeiten (Mio. ¥) | 491 | 662 | −25,9 % |
| Nettovermögen (Mio. ¥) | 1.676 | 1.647 | +1,8 % |
| Eigenkapitalquote | 63,1 % | 57,5 % | +5,6 pp |
| Prognose GJ12/2026 — Umsatz (Mio. ¥) | 3.020 | — | −6,3 % |
| Prognose GJ12/2026 — Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 205 | — | +97,9 % |
| Prognose GJ12/2026 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 199 | — | +96,6 % |
| Prognose GJ12/2026 — Periodenergebnis (Mio. ¥) | 132 | — | n.a. |
| Prognose GJ12/2026 — Ergebnis je Aktie (¥) | 23,79 | — | n.a. |
| Jahresdividende je Aktie (¥) | 0,00 | 0,00 | unverändert |
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