Ein erstes Konzernabschlussjahr — ohne Vergleichsbasis
Die NEO HOME Co., Ltd. (TSE: 172A), ein in Kumamoto ansässiger Wohnungsbauer, der am TOKYO PRO Market der Börse Tokio notiert ist, veröffentlichte am 10. September 2026 den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. August 2025 bis zum 31. Juli 2026 nach japanischer Rechnungslegung. Der Umsatz betrug 2.169,7 Mio. Yen, das operative Ergebnis 62,7 Mio. Yen, das ordentliche Ergebnis 48,3 Mio. Yen und der den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Gewinn 29,0 Mio. Yen, entsprechend 145,08 Yen je Aktie bei 200.000 Aktien. Die Hauptversammlung findet am 26. Oktober 2026 statt; für denselben Tag ist die Vorlage des jährlichen Emittenteninformationsberichts vorgesehen.
Dass es keine Wachstumsraten gibt, hat einen strukturellen Grund. NEO HOME gründete im Mai 2026 eine Tochtergesellschaft und ging mit diesem Geschäftsjahr zum Konzernabschluss über; weil für GJ7/2025 kein Konzernabschluss erstellt wurde, weist der Bericht keine Vorjahresergebnisse und keine Veränderungsraten aus und erklärt ausdrücklich, auf einen Vergleich mit dem Vorjahr verzichtet zu haben. Aus demselben Grund sind die ausgewiesene Eigenkapitalrendite von 9,6% und die ordentliche Gesamtkapitalrendite von 3,4% auf Stichtags- statt auf Durchschnittswerte berechnet. Das Folgende liest das Jahr daher aus seiner eigenen Rechnung.
18,3% Bruttomarge, der größte Teil vor der operativen Zeile verbraucht
Die Herstellungskosten betrugen 1.772,5 Mio. Yen; es blieb ein Bruttogewinn von 397,2 Mio. Yen, eine Bruttomarge von 18,3%. Der Umsatz kam aus zwei Quellen. Fertiggestellte Bauaufträge brachten 1.551,2 Mio. Yen, 71,5% des Gesamtumsatzes, bei Kosten von 1.246,7 Mio. Yen, eine Bruttomarge von 19,6%; die sonstigen Geschäfte brachten 618,5 Mio. Yen bei Kosten von 525,8 Mio. Yen, eine Marge von 15,0%. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten von 334,5 Mio. Yen, 15,4% des Umsatzes, zehrten 84% des Bruttogewinns auf. Deshalb erreichte ein Geschäft mit 18,3% Bruttomarge nur eine operative Marge von 2,9%.
Die eigene Darstellung des Berichts lautet so. Im Baugeschäft eröffnete NEO HOME ein Vertriebsbüro in Fukuoka und dehnte sein Vertriebsgebiet über die Präfektur Kumamoto hinaus aus; die Neuaufträge stiegen, und die Ergebnisse lagen über dem ursprünglichen Plan. In den sonstigen Geschäften wurden Übergaben von zum Verkauf errichteten Mehrfamilienhäusern abgeschlossen, die zum Ergebnis beitrugen. Beides hob den Umsatz. Weil sich aber die Aufteilung des Umsatzes zwischen dem Einfamilienhaus- und dem Baugeschäft von der ursprünglichen Annahme entfernte, blieb die Bruttomarge unter Plan, und höhere Personalkosten durch den Personalaufbau im Baugeschäft für künftige Aufträge belasteten den Gewinn zusätzlich. Weder den Plan noch die beiden Effekte beziffert der Bericht. Der Konzern berichtet ein einziges Segment, das Baugeschäft, sodass es keine Segmentaufteilung gibt. Das Unternehmen beschreibt ein schwieriges Umfeld mit weiterhin hohen Baustoffpreisen, steigenden Lohnkosten und zurückhaltenden Käufern angesichts steigender Hauspreise und der Aufmerksamkeit für die Zinsentwicklung.
Zinsen verschlangen mehr als ein Viertel des operativen Ergebnisses
Unterhalb der operativen Zeile standen nicht operativen Erträgen von 5,1 Mio. Yen — 1,4 Mio. Yen Subventionen, 1,3 Mio. Yen Stornogebühren, 0,8 Mio. Yen Versicherungsleistungen und 0,7 Mio. Yen Zuschüsse — nicht operative Aufwendungen von 19,6 Mio. Yen gegenüber, davon 17,5 Mio. Yen Zinsen, entsprechend 28% des operativen Ergebnisses, und 1,3 Mio. Yen Bürgschaftsgebühren. Das ordentliche Ergebnis lag damit bei 48,3 Mio. Yen, einer Marge von 2,2%. Ein Gewinn von 0,5 Mio. Yen aus dem Verkauf von Anlagevermögen und ein Verlust von 0,65 Mio. Yen aus Abgängen ergaben ein Ergebnis vor Steuern von 48,2 Mio. Yen. Die Ertragsteuern von 19,2 Mio. Yen — laufende Steuern von 23,3 Mio. Yen abzüglich einer latenten Steuergutschrift von 4,2 Mio. Yen — entsprachen einem effektiven Satz von 39,8%; der Gewinn betrug 29,0 Mio. Yen, 1,3% des Umsatzes. Nicht beherrschende Anteile gibt es nicht, und das Gesamtergebnis entspricht dem Gewinn.
Die Hälfte der Bilanz sind Immobilien zum Verkauf
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Juli 2026 1.431,0 Mio. Yen, davon 1.239,6 Mio. Yen Umlaufvermögen. Zum Verkauf bestimmte Immobilien von 577,4 Mio. Yen und im Bau befindliche Verkaufsimmobilien von 167,2 Mio. Yen ergaben zusammen 744,6 Mio. Yen, 52% der Bilanzsumme; Kasse und Bankguthaben beliefen sich auf 249,0 Mio. Yen, Vertragsvermögenswerte auf 117,0 Mio. Yen. Auf der anderen Seite standen Verbindlichkeiten von 1.128,7 Mio. Yen. Kurzfristige Kredite von 555,1 Mio. Yen, langfristige Kredite von 205,0 Mio. Yen zuzüglich eines kurzfristigen Anteils von 48,7 Mio. Yen sowie Anleihen von 15,0 Mio. Yen zuzüglich 10,0 Mio. Yen mit Fälligkeit binnen eines Jahres summieren sich auf 833,8 Mio. Yen Kredite und Anleihen, das 2,8-Fache des Nettovermögens. Das Nettovermögen betrug 302,3 Mio. Yen — 20,0 Mio. Yen Grundkapital und 282,3 Mio. Yen Gewinnrücklagen —, bei einer Eigenkapitalquote von 21,1% und einem Nettovermögen je Aktie von 1.511,45 Yen. Es stieg von 273,3 Mio. Yen zu Jahresbeginn, und der Jahresgewinn erklärt die gesamte Veränderung.
Liquidität floss durch den Lagerabbau zu und zur Schuldentilgung wieder ab
Der operative Cashflow betrug 134,1 Mio. Yen, das 4,6-Fache des Gewinns. Das Ergebnis vor Steuern von 48,2 Mio. Yen, Abschreibungen von 25,1 Mio. Yen und ein Vorratsabbau um 119,9 Mio. Yen waren die wichtigsten Zuflüsse; ihnen standen ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen um 66,4 Mio. Yen und ein Anstieg der Forderungen um 39,9 Mio. Yen gegenüber. Die Investitionstätigkeit beanspruchte 22,6 Mio. Yen, vor allem 12,4 Mio. Yen für Festgeldanlagen, 4,4 Mio. Yen für Sachanlagen und 4,0 Mio. Yen für Kautionen und Sicherheitsleistungen; der freie Cashflow lag bei rund 111,5 Mio. Yen. Die Finanzierungstätigkeit beanspruchte 88,5 Mio. Yen: Die kurzfristigen Kredite sanken per saldo um 195,5 Mio. Yen, 53,9 Mio. Yen langfristige Kredite wurden getilgt und 20,0 Mio. Yen Anleihen zurückgezahlt, dem standen 183,9 Mio. Yen neue langfristige Kredite gegenüber. Ein Teil der kurzfristigen Finanzierung wurde also in langfristige Kredite umgeschichtet, und Kredite und Anleihen zusammen sanken um rund 85,5 Mio. Yen. Die Zahlungsmittel stiegen um 23,0 Mio. Yen auf 209,6 Mio. Yen von 186,6 Mio. Yen. Der Vorratsabbau, der den diesjährigen Cashflow trug, ist keine wiederkehrende Quelle: Das Unternehmen will weiter Grundstücke erwerben und zum Verkauf errichtete Häuser absetzen.
Die Prognose verdoppelt das operative Ergebnis bei 15,5% mehr Umsatz
Für GJ7/2027 erwartet NEO HOME einen Umsatz von 2.505 Mio. Yen (+15,5%), ein operatives Ergebnis von 127 Mio. Yen (+103,1%), ein ordentliches Ergebnis von 94 Mio. Yen (+96,5%) und einen den Anteilseignern zurechenbaren Gewinn von 62 Mio. Yen (+115,6%), entsprechend 312,87 Yen je Aktie. Das impliziert eine operative Marge von rund 5,1% nach 2,9% in diesem Jahr. Die Lücke zwischen prognostiziertem operativem und ordentlichem Ergebnis ist mit rund 33 Mio. Yen zudem größer als die 14,4 Mio. Yen dieses Jahres; die Prognose unterstellt also höhere nicht operative Nettokosten, die der Bericht nicht aufschlüsselt. Der Plan hinter den Zahlen: Im Einfamilienhausgeschäft, dem Kerngeschäft, will sich das Unternehmen auf die Gewinnung von Bauaufträgen konzentrieren und zugleich weiter Grundstücke erwerben und zum Verkauf errichtete Häuser absetzen; von der neuen Tochtergesellschaft erwartet es zusätzliche Vertriebswege. Im Baugeschäft will es mit seinen beiden Standorten Kumamoto und Fukuoka Aufträge innerhalb und außerhalb der Präfektur Kumamoto gewinnen. In den sonstigen Geschäften verweist es auf die Ansiedlung von Halbleiterunternehmen und deren Investitionen in der Präfektur Kumamoto und will unter Beobachtung der Immobiliennachfrage weiter Mehrfamilienhäuser bauen und verkaufen. Den Wohnungsmarkt sieht es weiterhin unsicher und nennt die Belastung der Haushalte durch Preissteigerungen, die Zinsentwicklung und die Baukosten.
Für GJ7/2025 und GJ7/2026 wurde keine Dividende gezahlt, und auch für GJ7/2027 ist keine vorgesehen; einen Grund nennt der Bericht nicht. Die Aktienzahl blieb unverändert bei 200.000, ohne eigene Aktien und ohne verwässernde Papiere.
| Kennzahl | GJ7/2026 | GJ7/2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz (Mio. ¥) | 2.169 | — | — |
| Umsatz — fertiggestellte Bauaufträge (Mio. ¥) | 1.551 | — | — |
| Umsatz — sonstige Geschäfte (Mio. ¥) | 618 | — | — |
| Rohertrag (Mio. ¥) | 397 | — | — |
| Rohmarge | 18,3 % | — | — |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥) | 334 | — | — |
| Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 62 | — | — |
| Operative Marge | 2,9 % | — | — |
| Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 48 | — | — |
| Konzernergebnis (Anteil der Muttergesellschaft) (Mio. ¥) | 29 | — | — |
| Ergebnis je Aktie (¥) | 145,08 | — | — |
| Bilanzsumme (Mio. ¥) | 1.431 | — | — |
| Nettovermögen (Mio. ¥) | 302 | — | — |
| Eigenkapitalquote | 21,1 % | — | — |
| Kredite und Anleihen (Mio. ¥) | 833 | — | — |
| Operativer Cashflow (Mio. ¥) | 134 | — | — |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mio. ¥) | −22 | — | — |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Mio. ¥) | −88 | — | — |
| Zahlungsmittel zum Periodenende (Mio. ¥) | 209 | — | — |
| Prognose GJ7/2027 — Umsatz (Mio. ¥) | 2.505 | — | +15,5 % |
| Prognose GJ7/2027 — Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 127 | — | +103,1 % |
| Prognose GJ7/2027 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 94 | — | +96,5 % |
| Prognose GJ7/2027 — Periodenergebnis (Mio. ¥) | 62 | — | +115,6 % |
| Prognose GJ7/2027 — Ergebnis je Aktie (¥) | 312,87 | — | — |
| Jahresdividende je Aktie (¥) | 0,00 | 0,00 | unverändert |
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