Ohmori steigert den Umsatz im GJ7/2026 um 25%, das Betriebsergebnis wegen enger werdender Margen aber nur um 2%, und rechnet mit 9,9% weniger Umsatz

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr bis zum 31. Juli 2026 um 25,3% auf 8.075 Mio. Yen, die Herstellungskosten jedoch um 30,8%; die Bruttomarge sank von 21,0% auf 17,5%, und das Betriebsergebnis kam nur auf 801 Mio. Yen, ein Plus von 2,0%. Der den Anteilseignern zurechenbare Gewinn stieg dank geringerer Steuerlast um 30,4% auf 676 Mio. Yen, und Ohmori erwartet für das GJ7/2027 einen Umsatzrückgang um 9,9% auf 7.274 Mio. Yen.

Ergebnisübersicht Ohmori Co., Ltd. GJ7/2026

Der Umsatz wuchs um ein Viertel, der Rohertrag um 4,5%

Die Ohmori Co., Ltd. (TSE: 1844), ein Tiefbauunternehmen, dessen zwei größte Kunden das Amt für Abwasser und das Amt für Wasserversorgung der Stadtregierung Tokio sind, veröffentlichte am 11. September 2026 den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. August 2025 bis zum 31. Juli 2026 nach japanischer Rechnungslegung. Der Umsatz stieg um 25,3% auf 8.075 Mio. Yen und das Betriebsergebnis um 2,0% auf 801 Mio. Yen; das ordentliche Ergebnis sank um 0,4% auf 756 Mio. Yen, und der den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Gewinn stieg um 30,4% auf 676 Mio. Yen, entsprechend 36,15 Yen je Aktie nach 27,80 Yen. Als Börsenplatz nennt der Bericht die Börse Tokio. Das Gesamtergebnis entsprach in beiden Jahren dem Periodenergebnis.

Die Lücke zwischen den ersten beiden Zeilen ist eine Kostenfrage. Die Herstellungskosten stiegen um 30,8% auf 6.663 Mio. Yen, fünfeinhalb Punkte schneller als der Umsatz; der Rohertrag wuchs daher nur um 4,5% auf 1.411 Mio. Yen, und die Bruttomarge sank von 21,0% auf 17,5%. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten nahmen um 7,9% auf 610 Mio. Yen zu – darunter eine Zuführung zu Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder von 18 Mio. Yen nach 2 Mio. Yen, während die Vorstandsvergütung von 130 Mio. Yen auf 117 Mio. Yen sank –, sodass die operative Marge bei 9,9% nach 12,2% lag. Auf rund 1.631 Mio. Yen zusätzlichen Umsatz kamen 16 Mio. Yen zusätzliches Betriebsergebnis.

Unterhalb des Betriebsergebnisses: mehr Zinsen, ein Gewinn aus Aktienverkauf und eine deutlich geringere Steuerlast

Die nicht operativen Aufwendungen verdoppelten sich fast, auf 61 Mio. Yen von 31 Mio. Yen, vor allem weil der Zinsaufwand um 63,3% auf 55 Mio. Yen stieg; nicht operative Erträge von 16 Mio. Yen, darunter 5 Mio. Yen Versicherungsleistungen, glichen das nicht aus, und das ordentliche Ergebnis gab um 0,4% auf 756 Mio. Yen nach. Außerordentliche Erträge von 29 Mio. Yen – 27 Mio. Yen aus dem Verkauf von Anteilen an verbundenen Unternehmen und 2 Mio. Yen aus dem Verkauf von Anlagevermögen, nach null im Vorjahr – hoben das Ergebnis vor Steuern um 3,5% auf 785 Mio. Yen. Entscheidend ist die Steuerzeile: Die Ertragsteuern sanken um 54,5% auf 109 Mio. Yen von 241 Mio. Yen, 14,0% des Ergebnisses vor Steuern nach 31,7%, bei laufenden Steuern von 131 Mio. Yen nach 264 Mio. Yen. Deshalb stieg der Nettogewinn um 30,4%, während das ordentliche Ergebnis sank. Eine Erklärung für die geringere Steuerlast gibt der Bericht nicht.

OLY trug das Ergebniswachstum, die übrigen drei Segmente verdienten weniger

Die vier Segmente entwickelten sich deutlich auseinander. Bau, das Tiefbau-Auftragsgeschäft, steigerte den Umsatz um 22,4% auf 5.891 Mio. Yen, doch das Segmentergebnis sank um 15,9% auf 423 Mio. Yen; der Rohertrag ging um 7,1% auf 854 Mio. Yen zurück, eine Bruttomarge von 14,5% nach 19,1%. Der Auftragseingang des Segments fiel um 17,2% auf 4.897 Mio. Yen und lag damit unter dem Bauumsatz des Jahres. Immobilien – Kauf, Verkauf und Vermietung von Immobilien, Verkauf von Solaranlagen und eine Lagerraumvermietung – steigerte den Umsatz um 64,3% auf 986 Mio. Yen, doch das Segmentergebnis sank um 4,7% auf 111 Mio. Yen, weil die Bruttomarge von 29,7% auf 19,8% fiel. Telekommunikation, Wartung und Betreuung von Telekommunikationsleitungen und -anlagen, steigerte den Umsatz um 7,7% auf 483 Mio. Yen, während das Ergebnis um 21,3% auf 59 Mio. Yen sank.

OLY – Leasingverkauf von Geräten für das firmeneigene OLY-Bauverfahren sowie Stahlbauverarbeitung – war die Ausnahme: Der Umsatz stieg um 24,7% auf 740 Mio. Yen und das Segmentergebnis um 131,2% auf 207 Mio. Yen, bei einem um 78,9% auf 228 Mio. Yen gestiegenen Rohertrag. Der Ergebniszuwachs von OLY um 117 Mio. Yen war größer als der gesamte Anstieg des Konzern-Betriebsergebnisses um 16 Mio. Yen; die übrigen drei Segmente verloren zusammen 101 Mio. Yen, und der Anteil von OLY am Segmentergebnis stieg von 11,4% auf 25,9%. Das Unternehmen erklärt, es habe den OLY-Vertrieb von seinem Büro in Nagoya aus nach Mittel- und Westjapan ausgeweitet, auf Abwasser-Fachmessen ausgestellt und das Verfahren für öffentliche Planungen vorgeschlagen; die Zahl der mit OLY ausgeführten Bauvorhaben habe kumuliert 5.000 überschritten. Die Segmentumsätze enthalten Innenumsätze von 27 Mio. Yen, alle bei OLY; deshalb summieren sie sich auf 8.102 Mio. Yen gegenüber einem Konzernumsatz von 8.075 Mio. Yen.

Die Kundenbasis ist konzentriert. Auf das Amt für Abwasser der Stadtregierung Tokio entfielen 3.668 Mio. Yen Umsatz nach 2.661 Mio. Yen, auf ihr Amt für Wasserversorgung 1.020 Mio. Yen nach 895 Mio. Yen – zusammen 58,1% des Konzernumsatzes, vollständig im Bausegment. Der Bericht beschreibt stabile öffentliche Investitionen in Katastrophenschutz und nationale Resilienz sowie fortlaufende Vergaben von Erneuerungs- und Starkregenschutzarbeiten an Tokios Wasser- und Abwassernetzen, denen steigende Baustoffpreise und Lohnkosten sowie ein chronischer Mangel an Bauarbeitern gegenüberstehen. Die niedrigere Marge im Bausegment führt er auf keine bestimmte Ursache zurück.

Vorräte wurden abgebaut, Liquidität floss zu und Kredite wurden getilgt

Der operative Cashflow drehte auf einen Zufluss von 1.011 Mio. Yen nach einem Abfluss von 871 Mio. Yen. Zum Ergebnis vor Steuern von 785 Mio. Yen kamen ein Vorratsabbau um 533 Mio. Yen und ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen um 220 Mio. Yen, dem ein Anstieg der Forderungen um 300 Mio. Yen und gezahlte Ertragsteuern von 320 Mio. Yen gegenüberstanden; ein Jahr zuvor waren die Vorräte um 1.175 Mio. Yen gestiegen. Die zum Verkauf bestimmten Immobilien sanken auf 5.454 Mio. Yen von 5.763 Mio. Yen – weiterhin 45,1% der Bilanzsumme – und die Kosten unfertiger Bauleistungen auf 156 Mio. Yen von 369 Mio. Yen. Die Investitionstätigkeit beanspruchte 144 Mio. Yen, darunter 84 Mio. Yen Sachinvestitionen und ein Abfluss von 24 Mio. Yen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaftsanteilen mit Änderung des Konsolidierungskreises. Die Finanzierungstätigkeit beanspruchte 708 Mio. Yen, vor allem 550 Mio. Yen Tilgung langfristiger Darlehen und 207 Mio. Yen Dividenden; die Zahlungsmittel beliefen sich zum Jahresende auf 2.569 Mio. Yen, ein Plus von 158 Mio. Yen.

Die Bilanzsumme blieb mit 12.084 Mio. Yen nach 12.037 Mio. Yen nahezu unverändert, doch die Verbindlichkeiten sanken um 414 Mio. Yen auf 5.673 Mio. Yen, da die langfristigen Darlehen von 4.018 Mio. Yen auf 3.379 Mio. Yen zurückgingen, teilweise ausgeglichen durch kurzfristige Darlehen von 380 Mio. Yen nach 291 Mio. Yen. Das Nettovermögen stieg um 7,8% auf 6.410 Mio. Yen, die Eigenkapitalquote von 48,8% auf 52,5%. Das Unternehmen beziffert die verzinslichen Verbindlichkeiten auf das 3,7-Fache des operativen Cashflows und die Zinsdeckung auf das 18,2-Fache. Ohmori verkaufte am 31. Juli 2026 sämtliche Anteile an der Minato Civil Co., Ltd. und nahm sie aus dem Konsolidierungskreis; deren Ergebnis bis zu diesem Tag bleibt im Abschluss enthalten.

Prognose: Umsatz minus 9,9%, Nettogewinn minus 25,1% – und der Bericht nennt die Gründe

Für das GJ7/2027 erwartet Ohmori einen Umsatz von 7.274 Mio. Yen (−9,9%), ein Betriebsergebnis von 742 Mio. Yen (−7,3%), ein ordentliches Ergebnis von 700 Mio. Yen (−7,4%) und einen den Anteilseignern zurechenbaren Gewinn von 506 Mio. Yen (−25,1%), oder 27,07 Yen je Aktie. Das erste Halbjahr soll noch schwächer ausfallen, mit einem Umsatz von 3.142 Mio. Yen (−12,8%) und einem Betriebsergebnis von 337 Mio. Yen (−31,8%). Für den geringeren Bauumsatz nennt das Unternehmen zwei Gründe: Das GJ7/2026 profitierte von einem kräftigen Umsatzaufschlag aus Auftragserhöhungen nach Planänderungen bei im Jahr fertiggestellten Projekten, während neu gewonnene Aufträge Zeit für Vorarbeiten wie Untersuchungen brauchen; zudem scheidet Minato Civil nach der Übertragung der Anteile im Juli 2026 aus der Gruppe aus. Ohmori will neue Projekte früh anlaufen lassen, seine Baukapazität stärken und über M&A Unternehmen mit stabiler Auftragsbasis, starker Technik und Bauerfahrung in die Gruppe holen.

Die Gewinnprognose fällt stärker als die für das ordentliche Ergebnis: 506 Mio. Yen entsprechen 72,3% des prognostizierten ordentlichen Ergebnisses, nach 89,3% im GJ7/2026, einem Jahr mit 29 Mio. Yen außerordentlichen Erträgen und einer Steuerlast von 14,0% des Ergebnisses vor Steuern; unterhalb der vier Hauptzeilen schlüsselt der Bericht die Prognose nicht auf. Die Schlussdividende wurde in einer separaten Mitteilung am selben Tag auf 12,00 Yen von geplanten 11,50 Yen angehoben, nach 11,50 Yen im GJ7/2025; die Ausschüttung beläuft sich auf 224 Mio. Yen, die Ausschüttungsquote auf 33,2% nach 41,4%. Die Auszahlung soll am 29. Oktober 2026 beginnen. Für das GJ7/2027 plant das Unternehmen unverändert 12,00 Yen, was einer Ausschüttungsquote von 44,3% entspricht.

Ohmori Co., Ltd. — Gesamtjahr GJ7/2026 (1. August 2025 – 31. Juli 2026), japanische Rechnungslegung, konsolidiert. Bilanzzeilen vergleichen den 31. Juli 2026 mit dem 31. Juli 2025; Prognose- und Dividendenzeilen betreffen das Gesamtjahr GJ7/2027 gegenüber GJ7/2026. „—“ bedeutet nicht veröffentlicht.
KennzahlGJ7/2026GJ7/2025Veränderung
Umsatz (Mio. ¥)8.0756.443+25,3 %
Rohertrag (Mio. ¥)1.4111.351+4,5 %
Rohmarge17,5 %21,0 %−3,5 pp
Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥)610566+7,9 %
Betriebsergebnis (Mio. ¥)801785+2,0 %
Operative Marge9,9 %12,2 %−2,3 pp
Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥)756759−0,4 %
Ergebnis vor Steuern (Mio. ¥)785759+3,5 %
Ertragsteuern (Mio. ¥)109241−54,5 %
Konzernergebnis (Anteil der Muttergesellschaft) (Mio. ¥)676518+30,4 %
Ergebnis je Aktie (¥)36,1527,80+30,0 %
Bau — Umsatz (Mio. ¥)5.8914.814+22,4 %
Bau — Segmentergebnis (Mio. ¥)423503−15,9 %
Bau — Auftragseingang (Mio. ¥)4.897—−17,2 %
Immobilien — Umsatz (Mio. ¥)986600+64,3 %
Immobilien — Segmentergebnis (Mio. ¥)111116−4,7 %
OLY — Umsatz (Mio. ¥)740594+24,7 %
OLY — Segmentergebnis (Mio. ¥)20789+131,2 %
Telekommunikation — Umsatz (Mio. ¥)483449+7,7 %
Telekommunikation — Segmentergebnis (Mio. ¥)5975−21,3 %
Bilanzsumme (Mio. ¥)12.08412.037+0,4 %
Nettovermögen (Mio. ¥)6.4105.949+7,8 %
Eigenkapitalquote52,5 %48,8 %+3,7 pp
Operativer Cashflow (Mio. ¥)1.011−871n.a.
Prognose GJ7/2027 — Umsatz (Mio. ¥)7.274—−9,9 %
Prognose GJ7/2027 — Betriebsergebnis (Mio. ¥)742—−7,3 %
Prognose GJ7/2027 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥)700—−7,4 %
Prognose GJ7/2027 — Periodenergebnis (Mio. ¥)506—−25,1 %
Prognose GJ7/2027 — Ergebnis je Aktie (¥)27,07—−25,1 %
Jahresdividende je Aktie (¥)12,0011,50+4,3 %

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