Betriebsergebnis höher, ordentliches Ergebnis niedriger, Nettogewinn mehr als verfünffacht
Die PharmaFoods International Co., Ltd. (TSE: 2929), ein Gesundheitskonzern, der eigene funktionelle Inhaltsstoffe entwickelt und Haarwuchsprodukte, rezeptfreie Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetik im Versandhandel direkt an Verbraucher verkauft, veröffentlichte am 11. September 2026 den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. August 2025 bis zum 31. Juli 2026 nach japanischer Rechnungslegung. Der Umsatz sank um 3,1% auf 63.223 Mio. Yen, das Betriebsergebnis stieg um 11,2% auf 2.632 Mio. Yen, das ordentliche Ergebnis fiel um 4,4% auf 2.440 Mio. Yen, und der den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbare Gewinn stieg um 439,1% auf 1.988 Mio. Yen von 368 Mio. Yen, entsprechend 68,61 Yen je Aktie nach 12,83 Yen. Die Eigenkapitalrendite stieg von 3,1% auf 16,1%. Die Aktie ist an der Börse Tokio notiert.
Umsatz minus 3,1%, Werbung minus 7,6% — in dieser Lücke steckt das Betriebsergebnis
Die Umsatzkosten bewegten sich kaum, sie sanken um 1,2% auf 12.530 Mio. Yen; der Rohertrag ging daher um 3,6% auf 50.693 Mio. Yen zurück, und die Rohmarge gab von 80,6% auf 80,2% nach. Bei einer so hohen Marge entscheidet sich das Ergebnis fast vollständig bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten, die um 4,3% auf 48.060 Mio. Yen fielen. Die Werbung, mit Abstand der größte Posten, sank um 7,6% auf 33.917 Mio. Yen — 2.775 Mio. Yen weniger — und ihr Anteil am Umsatz fiel von 56,2% auf 53,6%. Zwei Posten liefen in die Gegenrichtung: Forschung und Entwicklung stieg um 32,8% auf 1.858 Mio. Yen, Provisionen um 10,5% auf 4.896 Mio. Yen. Unter dem Strich sanken die Vertriebs- und Verwaltungskosten um 2.155 Mio. Yen, der Rohertrag um 1.890 Mio. Yen, und die Differenz von 265 Mio. Yen ist genau der Anstieg des Betriebsergebnisses, der die operative Marge von 3,6% auf 4,2% hob.
Das Unternehmen stellt die Werbekürzung als gewollt dar: Es habe die Werbung für neue Produkte verstärkt und zugleich die Werbung für bestehende Produkte überprüft, um die Ertragskraft zu verbessern. Die Quartalszahlen zeigen, wie ungleichmäßig das Jahr verlief. Das Betriebsergebnis war im ersten Quartal ein Verlust von 2.511 Mio. Yen, danach 150 Mio. und 930 Mio. Yen und im vierten Quartal 4.063 Mio. Yen — das ertragsstärkste Quartal, obwohl sein Umsatz von 14.688 Mio. Yen der niedrigste der vier war. Der Bericht schlüsselt die Werbung nicht nach Quartalen auf und zeigt daher nicht, welcher Teil dieses Umschwungs auf den zeitlichen Verlauf der Ausgaben zurückgeht.
Unterhalb der operativen Zeile zehrten Finanzierungskosten und ein Beteiligungsverlust den Zuwachs auf
Das ordentliche Ergebnis sank trotz des höheren Betriebsergebnisses um 4,4% auf 2.440 Mio. Yen, weil sich die nicht operativen Posten gegen das Unternehmen wendeten. Die nicht operativen Erträge fielen von 472 Mio. auf 373 Mio. Yen: Die Zuschüsse betrugen 208 Mio. Yen nach 250 Mio. Yen, und die im Vorjahr vereinnahmte Entschädigung von 109 Mio. Yen wiederholte sich nicht. Die nicht operativen Aufwendungen verdoppelten sich nahezu auf 565 Mio. Yen von 286 Mio. Yen: Der Zinsaufwand stieg von 91 Mio. auf 161 Mio. Yen, der Verlust aus at-equity bilanzierten Beteiligungen weitete sich von 131 Mio. auf 203 Mio. Yen aus, und unterhalb der operativen Zeile verbuchte Provisionen stiegen von 18 Mio. auf 155 Mio. Yen. Den letzten Posten erläutert der Bericht nicht.
Das Plus von 439% beim Nettogewinn liegt in der Steuerzeile, nicht im Geschäft
Die außerordentlichen Posten glichen sich in beiden Jahren nahezu aus. In diesem Jahr standen einem Gewinn von 4 Mio. Yen aus dem Verkauf von Anlagevermögen ein Verlust von 117 Mio. Yen aus dem Verkauf von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen gegenüber; im Vorjahr fiel ein Bewertungsverlust auf Finanzanlagen von 118 Mio. Yen an. Das Ergebnis vor Steuern sank daher im Gleichschritt mit dem ordentlichen Ergebnis um 4,4% auf 2.327 Mio. Yen von 2.434 Mio. Yen. Verändert haben sich die Ertragsteuern: 338 Mio. Yen nach 2.066 Mio. Yen, bestehend aus laufenden Steuern von 480 Mio. Yen nach 2.256 Mio. Yen und einem latenten Steuerertrag von 141 Mio. Yen nach 190 Mio. Yen. Damit lag die Steuerlast bei rund 14,5% des Ergebnisses vor Steuern nach rund 84,9% ein Jahr zuvor, und sie erklärt den gesamten Anstieg des Nettogewinns von 368 Mio. auf 1.988 Mio. Yen.
Die Erläuterungen zum Konzern nennen keinen Grund für die geringere Steuerlast. Die Einzelabschluss-Übersicht im selben Bericht zeigt allerdings, dass der eigene Gewinn der Muttergesellschaft einbrach: Ihr Betriebsergebnis fiel auf 153 Mio. Yen von 7.004 Mio. Yen, ihr ordentliches Ergebnis auf 311 Mio. Yen von 7.213 Mio. Yen, und sie wies einen Nettoverlust von 237 Mio. Yen nach einem Gewinn von 2.732 Mio. Yen aus, bei einem um 3,2% auf 40.867 Mio. Yen gesunkenen Umsatz. Der Bericht erklärt diese Verschiebung weder, noch bringt er sie mit der Steuerzeile in Verbindung. Das Gesamtergebnis betrug 2.160 Mio. Yen nach minus 3 Mio. Yen, gestützt durch einen Bewertungsgewinn auf Wertpapiere von 171 Mio. Yen nach einem Verlust von 372 Mio. Yen im Vorjahr.
BtoC-Ergebnis steigt dank weniger Werbung um 21%; BtoB und Biomedizin schwächer
Das BtoC-Geschäft, das Nahrungsergänzungsmittel und Quasi-Arzneimittel auf Basis eigener Inhaltsstoffe, von der Tochter Meiji Yakuhin hergestellte Arzneimittel sowie Kosmetik im Versandhandel und im Handel verkauft, stand für 87,6% des Umsatzes. Sein Umsatz sank um 2,4% auf 55.368 Mio. Yen, doch seine Werbeausgaben fielen um 7,4% auf 33.810 Mio. Yen, und das Segmentergebnis stieg um 21,0% auf 4.481 Mio. Yen. Arzneimittel und Quasi-Arzneimittel, angeführt von der Haarwuchsmarke Nyumo, blieben mit 43.192 Mio. Yen (−0,2%) nahezu stabil; Nahrungsergänzungsmittel sanken um 8,4% auf 5.983 Mio. Yen und Kosmetik um 11,3% auf 5.542 Mio. Yen. Laut Unternehmen verkauften sich Arzneimittel gegen Kniegelenkbeschwerden, für die Darmgesundheit, gegen Tinnitus und gegen nächtlichen Harndrang gut.
Der Umsatz des BtoB-Geschäfts sank um 8,7% auf 7.471 Mio. Yen und das Segmentergebnis um 10,9% auf 1.112 Mio. Yen. Funktionelle Inhaltsstoffe, die größte Sparte, fielen um 17,3% auf 2.585 Mio. Yen; der Bericht führt an, zeitliche Verschiebungen in einem sich wandelnden Markt hätten den Absatz unter die Erwartungen gedrückt, wobei der Absatz des Inhaltsstoffs PharmaGABA in Nordamerika 103% des Vorjahresniveaus und in Thailand 151% erreichte, mit 25 Neuaufnahmen. Die Auftragsfertigung von Arzneimitteln bei Meiji Yakuhin sank um 16,8% auf 2.677 Mio. Yen, während funktionelle Produkte um 20,3% auf 894 Mio. Yen und der Absatz über Drogerien um 20,4% auf 1.313 Mio. Yen zulegten — eine Sparte, in der laut Bericht der Umsatz der Quasi-Arzneimittel-Tabletten Lactron um 112% stieg. Das Biomedizin-Geschäft — Antikörper-Wirkstoffforschung auf Basis der eigenen, aus Hühnern gewonnenen Antikörpertechnologie sowie Proteomanalysen im Auftrag — steigerte den Umsatz um 5,9% auf 350 Mio. Yen, doch sein Verlust weitete sich auf 838 Mio. Yen von 378 Mio. Yen aus. Die nicht den Segmenten zugeordneten Konzernkosten betrugen 2.109 Mio. Yen nach 2.195 Mio. Yen.
Anlagen im Bau schnellen hoch, finanziert mit Krediten
Die Bilanzsumme stieg um 7,6% auf 35.115 Mio. Yen. Das Sachanlagevermögen wuchs um 3.322 Mio. Yen auf 8.018 Mio. Yen, getrieben von den Anlagen im Bau, die auf 3.671 Mio. Yen von 164 Mio. Yen stiegen; was gebaut wird, sagt der Bericht nicht, allerdings heißt es im Abschnitt zur Auftragsfertigung, Meiji Yakuhin baue den Vertrieb an Pharmahersteller mit Blick auf ein neues Werk aus. Handelswaren und Fertigerzeugnisse nahmen um 1.222 Mio. Yen auf 7.533 Mio. Yen zu, während Kasse und Bankguthaben von 9.157 Mio. auf 7.791 Mio. Yen sanken. Die Kreditverbindlichkeiten stiegen auf 17.171 Mio. Yen von 12.631 Mio. Yen — 13.400 Mio. Yen kurzfristig, 3.211 Mio. Yen langfristig und 560 Mio. Yen innerhalb eines Jahres fällig —, während sonstige Verbindlichkeiten von 3.520 Mio. auf 1.292 Mio. Yen und Steuerverbindlichkeiten von 1.494 Mio. auf 418 Mio. Yen zurückgingen. Das Nettovermögen stieg um 14,0% auf 13.166 Mio. Yen und die Eigenkapitalquote auf 37,5% von 35,4%.
Der operative Cashflow war das zweite Jahr in Folge negativ, mit minus 1.175 Mio. Yen nach minus 1.092 Mio. Yen. Dem Ergebnis vor Steuern von 2.327 Mio. Yen und einem Rückgang der Forderungen um 1.294 Mio. Yen standen gezahlte Ertragsteuern von 2.528 Mio. Yen, ein Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um 2.228 Mio. Yen und ein Vorratsaufbau um 1.293 Mio. Yen gegenüber. Die Investitionstätigkeit beanspruchte 4.000 Mio. Yen, darunter 4.014 Mio. Yen für Sachanlagen. Die Finanzierungstätigkeit brachte 3.808 Mio. Yen ein — 2.000 Mio. Yen kurzfristige Nettoneuverschuldung und 3.100 Mio. Yen neue langfristige Darlehen, abzüglich 560 Mio. Yen Tilgungen und 723 Mio. Yen Dividenden —, und die Zahlungsmittel schlossen das Jahr um 15,1% niedriger bei 7.691 Mio. Yen.
Prognose: stagnierender Umsatz, höherer Gewinn und eine unveränderte Dividende von 25 Yen
Für das GJ7/2027 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 64.000 Mio. Yen (+1,2%), ein Betriebsergebnis von 3.000 Mio. Yen (+14,0%), ein ordentliches Ergebnis von 3.400 Mio. Yen (+39,3%) und einen den Anteilseignern der Muttergesellschaft zurechenbaren Gewinn von 2.200 Mio. Yen (+10,7%), entsprechend 75,75 Yen je Aktie; es veröffentlicht nur eine Jahresprognose. Die Prognose setzt das ordentliche Ergebnis 400 Mio. Yen über dem Betriebsergebnis an, während es in diesem Jahr 192 Mio. Yen darunter lag, und der Bericht erläutert diese angenommene Wende bei den nicht operativen Posten nicht. Als Richtung nennt das Unternehmen, nicht mehr allein Umsatzwachstum anzustreben, sondern das Geschäft nach Ertragskraft und Kapitaleffizienz zu führen und die Ressourcen auf Schwerpunktbereiche zu konzentrieren.
Die Dividende blieb bei 25,00 Yen je Aktie — 12,50 Yen zur Zwischendividende und 12,50 Yen zum Jahresende —, insgesamt 726 Mio. Yen. Weil der Nettogewinn so stark stieg, fiel die Ausschüttungsquote auf 36,4% von 194,8%. Die Auszahlung der Schlussdividende soll am 30. Oktober 2026 beginnen, und für das GJ7/2027 prognostiziert das Unternehmen erneut 25,00 Yen, eine Ausschüttungsquote von 33,0%.
| Kennzahl | GJ7/2026 | GJ7/2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz (Mio. ¥) | 63.223 | 65.260 | −3,1 % |
| Umsatzkosten (Mio. ¥) | 12.530 | 12.676 | −1,2 % |
| Rohertrag (Mio. ¥) | 50.693 | 52.583 | −3,6 % |
| Rohmarge | 80,2 % | 80,6 % | −0,4 pp |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten (Mio. ¥) | 48.060 | 50.215 | −4,3 % |
| — davon Werbeaufwand (Mio. ¥) | 33.917 | 36.692 | −7,6 % |
| — davon F&E-Aufwand (Mio. ¥) | 1.858 | 1.399 | +32,8 % |
| Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 2.632 | 2.367 | +11,2 % |
| Operative Marge | 4,2 % | 3,6 % | +0,6 pp |
| Ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 2.440 | 2.553 | −4,4 % |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. ¥) | 2.327 | 2.434 | −4,4 % |
| Ertragsteuern (Mio. ¥) | 338 | 2.066 | −83,6 % |
| Konzernergebnis (Anteil der Muttergesellschaft) (Mio. ¥) | 1.988 | 368 | +439,1 % |
| Ergebnis je Aktie (¥) | 68,61 | 12,83 | +434,8 % |
| Gesamtergebnis (Mio. ¥) | 2.160 | −3 | von Verlust zu Gewinn |
| Eigenkapitalrendite | 16,1 % | 3,1 % | +13,0 pp |
| BtoC-Geschäft — Umsatz (Mio. ¥) | 55.368 | 56.730 | −2,4 % |
| BtoC-Geschäft — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 4.481 | 3.703 | +21,0 % |
| BtoC-Geschäft — Arzneimittel & Quasi-Arzneimittel (Mio. ¥) | 43.192 | 43.266 | −0,2 % |
| BtoC-Geschäft — Nahrungsergänzungsmittel (Mio. ¥) | 5.983 | 6.532 | −8,4 % |
| BtoC-Geschäft — Kosmetik (Mio. ¥) | 5.542 | 6.248 | −11,3 % |
| BtoB-Geschäft — Umsatz (Mio. ¥) | 7.471 | 8.182 | −8,7 % |
| BtoB-Geschäft — Segmentergebnis (Mio. ¥) | 1.112 | 1.248 | −10,9 % |
| Biomedizin-Geschäft — Umsatz (Mio. ¥) | 350 | 331 | +5,9 % |
| Biomedizin-Geschäft — Segmentergebnis (Mio. ¥) | −838 | −378 | Verlust ausgeweitet |
| Bilanzsumme (Mio. ¥) | 35.115 | 32.649 | +7,6 % |
| Nettovermögen (Mio. ¥) | 13.166 | 11.547 | +14,0 % |
| Eigenkapitalquote | 37,5 % | 35,4 % | +2,1 pp |
| Finanzverbindlichkeiten gesamt (Mio. ¥) | 17.171 | 12.631 | +35,9 % |
| Operativer Cashflow (Mio. ¥) | −1.175 | −1.092 | n.a. |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mio. ¥) | −4.000 | −950 | n.a. |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Mio. ¥) | 3.808 | −4.467 | n.a. |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Geschäftsjahresende (Mio. ¥) | 7.691 | 9.057 | −15,1 % |
| Prognose GJ7/2027 — Umsatz (Mio. ¥) | 64.000 | — | +1,2 % |
| Prognose GJ7/2027 — Betriebsergebnis (Mio. ¥) | 3.000 | — | +14,0 % |
| Prognose GJ7/2027 — ordentliches Ergebnis (Mio. ¥) | 3.400 | — | +39,3 % |
| Prognose GJ7/2027 — Periodenergebnis (Mio. ¥) | 2.200 | — | +10,7 % |
| Prognose GJ7/2027 — Ergebnis je Aktie (¥) | 75,75 | — | +10,4 % |
| Jahresdividende je Aktie (¥) | 25,00 | 25,00 | unverändert |
| Ausschüttungsquote | 36,4 % | 194,8 % | −158,4 pp |
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